Offroad bis zum Abwinken
Bewegtbilder vom Lacapelle-Marival Int. 2020

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Mit dem Lacapelle-Marival „Masters Motocross ...

17.02.2020

On the Podium @ Tampa

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Was die Sieger und Platzierten des siebten ...

16.02.2020

Tampa kurz & kompakt

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Für alle, die den Livestream vom siebten ...

16.02.2020

Endlich!

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Endlich holte Ken Roczen in St. Louis seinen ersten Sieg seit den karrierebedrohenden ...

14.02.2020

Die zwei Passionen des Jeremy Seewer

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Jeremy Seewer ist ein Mann mit vielen Talenten, der ...

12.02.2020

Eine Schlammpackung gefällig?

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Sturmtief „Sabine“ sorgte am vergangenen Sonntag ...

11.02.2020

On the Podium @ San Diego

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Was die Sieger und Platzierten des sechsten ...

09.02.2020

San Diego kurz & kompakt

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Für alle, die den Livestream vom sechsten ...

09.02.2020

Mantova live und in Farbe

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Für alle, die nicht mal eben über das Wochenende ...

05.02.2020

Italian Vibes

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Während deutsche Strecken im Regen versanken weilte ...

03.02.2020

Blaue Mission

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Das Monster-Energy-Yamaha-MXGP-Trio Jeremy Seewer, ...

03.02.2020

On the Podium @ Oakland

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Was die Sieger und Platzierten des fünften ...

02.02.2020

Oakland kurz & kompakt

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Für alle, die den Livestream vom fünften ...

02.02.2020

Ottobiano live und in Farbe

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Für alle, die nicht mal eben über das Wochenende ...

28.01.2020

Glendale onboard bei Ken Roczen

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Um euch ein wenig die Wartezeit auf die kommende Runde ...

28.01.2020

Die Frühjahrskollektion 2020 von Moose Racing

PM Parts Europe GmbH

Die Frühjahrskollektion 2020 von Moose Racing

17.02.2020

Starker Neuzugang für die Saison 2020

PM KMP Honda Racing Team

Starker Neuzugang für die Saison 2020

17.02.2020

Auftakt der Int. Italienischen Meisterschaft

PM Maximilian Spies

Auftakt der Int. Italienischen Meisterschaft

28.01.2020

Neuigkeiten im Hause Waldmann

PM Motorrad Waldmann

Neuigkeiten im Hause Waldmann

24.01.2020

SX2-Titel knapp verpasst

PM Team Castrol Power1 Suzuki Moto-Base

SX2-Titel knapp verpasst

21.01.2020

Die neue Frühjahrskollektion 2020 von THOR MX

PM Parts Europe GmbH

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18.01.2020

KMP mit Altmeister Richier beim SX in Dortmund

PM KMP Honda Racing Team

KMP mit Altmeister Richier beim SX in Dortmund

16.01.2020

Meyer-Racing holt mit Breece den Titel!

PM Motorrad Meyer Racing

Meyer-Racing holt mit Breece den Titel!

15.01.2020

Bowers schafft den Titel-Hattrick

PM Monster Energy Kawasaki Elf Team Pfeil

Bowers schafft den Titel-Hattrick

14.01.2020

Erlesenes Teilnehmerfeld beim SX Dortmund

PM ADAC Westfalen e.V.

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03.01.2020

Ryan Breece will das „House of Cross“ erobern

PM ADAC Westfalen e.V.

Ryan Breece will das „House of Cross“ erobern

10.12.2019

 präsentiert die "Frage der Woche" by Zupin

Welcher Fahrer der Klasse 450SX hat dich im bisherigen Verlauf der AMA Supercross Championship 2020 am positvsten überrascht?

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Int: Offroad bis zum Abwinken

14.06.2011 | European Endurance-Day 2011 Eurospeedway Lausitz

Erstmals traf sich die deutsche Offroad-Gemeinde am Pfingstwochenende zum traditionellen European Endurance-Day am Eurospeedway Lausitz, um dort ihrer verrückten Leidenschaft zu fröhnen: Offroad bis zum Abwinken. Nur zur Erinnerung: Das Abwinken kam bei den Quads nach 12 Stunden, bei den Bikes nach 24 Stunden.

Der Lausitzring hat sich als Location gut eingeführt. Die Infrastruktur vor Ort ist bestens für einen Offroad-Event geeignet, auch wenn sich das bei einem Straßenrennkurs zunächst nicht auf den ersten Blick erschließt. Auf den zweiten Blick ist am Lausitzring aber alles vorhanden, was der Endurance-Day benötigt – vor allem wetterfestes Gelände im Maxi-Maßstab außen herum und mit dem MSC Hörlitz ein überaus engagierter und perfekt organisierter Club.

So fanden sich also über 1.000 Offroad-Verrückte in Brandenburg ein und gaben sich 36 Stunden Waldpassagen, Auf- und Abfahrten, Buckelpisten - und vor allem Staub. Der Boden in den Kiefernwäldern rund um den Ring ist dankbar. Obwohl sandig, bewies er Standfestigkeit. Und die Hörlitzer Offroadfreunde verstehen es, eine Extrempassage so zu bauen, dass die künstlichen Hindernisse 24 Stunden lang ohne eine einzige Reparatur überleben. Das ist weltrekordverdächtig.

Die Starter, Betreuer und Fans erwartete ein riesiges Fahrerlager - so groß, dass es neben der Boxengasse auch eine echte Ruhezone gab. Auf die Quadfraktion, die bereits am Freitagabend um 21 Uhr an den Start ging, wartete ein etwa neun Kilometer langer Rundkurs, für den die meisten Fahrer rund 15 Minuten pro Umlauf benötigten. Zwar sah die "flache" Strecke anfangs nicht allzu anspruchsvoll aus. Doch wie beim E-Day üblich, wird die Strecke durch das Befahren und die Zeit zu einer echten Belastungsprobe. Wellen und Löcher ohne Ende und tückische Baumstümpfe, Wurzeln, Bäumen, die manch einem plötzlich "in den Weg sprangen“…

Das Rennen sollte spannend werden. Die Augen richteten sich bei den Quads vor allen Dingen auf die Ironman-Klasse. Die war so stark besetzt, wie noch nie. Über 30 Fahrer hattensich angemeldet. Als Favorit galt Zweifachsieger Michael Grimm, vielen auch bekannt als Iron-Mike. Obwohl Grimm sein Quad erst Stunden vor dem Rennen zusammen geschraubt hatte und unter Trainingsrückstand litt, ging er schnell in Führung. Ärgster Konkurrent sollte sein Quad-X-Berlin-Teamkollege Sandy Schulze sein, der zwischenzeitlich die Führung übernehmen konnte. Grimm packte aber wieder einmal eine Schippe drauf, als es nötig war, und siegte am Ende mit satten drei Runden Vorsprung auf die Verfolger. Zur Freude seines Teamchefs Kai Weber gehörten diese Verfolger auch zum Team Quad X Berlin. Hinter Grimm kletterten mit Sandy Schulze und Michael Holland zwei weitere Kawasaki-Piloten aufs Podium. "Wir haben hart gearbeitet und es war wirklich ein hartes Rennen. Diesen Triumph haben wir uns verdient", so Weber nach dem Rennen.

In der Prestige-Class war es das aus Tagewerben stammende RMX-Racing-Team auf KTM, das keinen Zweifel aufkommen ließ, dass der Sieg nur an dieses starke Trio gehen kann. Fünf Runden oder umgerechnet rund eine Stunde und 20 Minuten hatten sie im Ziel Vorsprung auf die Verfolger. Auf Platz zwei landete das Zweier-Team "Vollgas" , Platz drei ging an das "Jump `n Ride"-Team auf GasGas.

Richtig eng ging es auch in der Triple Class zu. Auch hier gab das RMX-Racing-Team den Ton an. Andreas Rosenlöcher, Thomas Rust und Alexander Vogt siegten am Ende mit unglaublichen 48 Runden und holten sich damit auch den Overall-Sieg für die meisten gefahrenen Runden. Nur eine Runde Rückstand hatte das Team vom Quad Shop Altenstadt wiederum eine Runde vor dem VKKSK-Racing.

Einen harten Fight lieferten sich gleich mehrere Teams in der Twin Class, in der jeweils zwei Fahrer mit zwei Quads unterwegs sind. Quadparts Austria, das Mohr-Racing-Team und das Eastside-Racing-Dresden-Team waren in einer Runde unterwegs. Letztere fuhren am Ende den Sieg nach Hause vor Mohr und Austria. Die Freude im Ziel kannte letztlich für alle Teams und Einzelfahrer keine Grenzen.  

Bei den Bikes gab es die härtesten Fights naturgemäß in der mit weit über 100 Teams besetzten SportsClass (vier Fahrer, vier Bikes). Nach 24 Stunden lagen die beiden führenden Teams immer noch in einer Runde. Das Team MX-Point, besetzt mit Spitzenfahrern aus der Enduroszene (Daniel Hänel, Marcel Schneider, Morris Schneider und Edi Hübner), verteitigte die Piste sagenhafte 73 Runden lang, also über 700 harte Offroadkilometer gegen die Altmeister vom Team Engel. Auch die Jungs von Motorrad Feist waren noch auf Schlagdistanz und am Ende nur eine Runde zurück. Erfreulich auch, dass die Endurofreunde aus Schweden (FMCK Hässleholm), die dem E-day schon seit Jahren die Treue halten, vorne mitmischten und am Ende auf dem vierten Platz landeten.

Über 1.000 Offroad-Verrückte waren am Start
Über 1.000 Offroad-Verrückte waren am Start
Die Strecke war gespickt mit anspruchsvollen Hinternissen
Die Strecke war gespickt mit anspruchsvollen Hinternissen
Auch in der Nacht gehörte der Lausitzring den Enduristen
Auch in der Nacht gehörte der Lausitzring den Enduristen

Als komplett meschugge müsste man eigentlich die Ironmen bei den Bikes bezeichnen: 24 Stunden lang offroad nonstop auf einem Motorrad – das muss man abkönnen. Und so ist diese Klasse gut geeignet, die eigenen Grenzen auszuloten, die körperliche und psychische Leistungs- und Leidensfähigkeit. Über 50 Piloten stellten sich dieser Herausforderung. Dabei gab es einen unbestrittenen Helden, der dem Rest des Feldes keine Chance ließ. Joscha Wiefel vom Team Touratech bewies, dass man auf einer 450er BMW offenbar am entspanntesten Offroadfahren kann. Er nahm dem Zweiten Benny Menzel vom MX-Point am Ende sechs Runden ab. Menzel, bereits im Jahr 2009 Zweiter in dieser Klasse, muss nun wieder kommen, um irgendwann doch noch den Sieg zu holen. Dabei gebührt ihm die Krone der Leidensfähigkeit. Seit einem Arbeitsunfall muss er an der linken Hand mit nur einem Finger auskommen und mit diesem den Lenker halten. 24 Stunden lang! Der dritte Platz bei den Ironmen gehört Roman Kunke von K&P Zweiradtechnik Geringswalde.

Beim Zieleinlauf hörte man sowohl bei den Bikes als auch bei den Quads häufig Sätze wie "Das mache ich nie wieder". Und man kann sich trotzdem jetzt schon sicher sein, dass die, die das am lautesten riefen, die Ersten sein werden, die im kommenden Jahr in der Einschreibeliste stehen.

Zur Belohnung für die Mühe gab es dieses Jahr bei den Bikes eine Besonderheit. Das gesamte Fahrerfeld wurde vor der Siegerehrung in einem Korso auf die Straßen-Rennstrecke des Lausitzrings geholt. Die Haupttribüne, vor der normalerweise die Tourenwagen der DTM vorbeirauschen, hatte nie zuvor so viele Offroadbikes gesehen. Dieses besondere Spektakel ließ sich kaum einer entgehen. Trotz der durchlittenen Strapazen wurden zu diesem Schaulaufen nochmals die letzten Kräfte mobilisiert und die Gashähne auf der Zielgerade aufgerissen.

Alle Ergebnisse im Detail findet ihr unter www.endurance-day.com

Korso der Enduristen auf dem Lausitzring
Korso der Enduristen auf dem Lausitzring

Text: Baboons / Fotos: Baboons

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