Beim am vergangenen Wochenende in San Diego, Kalifornien, absolvierten zweiten Lauf der Monster Energy AMA Supercross Championship 2026 stellten sich mit Paul Bloy (KTM), Nico Koch (GASGAS) und Dominique Thury (Yamaha) gleich drei deutsche Fahrer der starken 250SX-Konkurrenz. Die Auftritte des Trios reichten dabei von überzeugendem Speed bis hin zu jede Menge Pech in den Rennen.
Paul Bloy
Der 22-jährig Biberacher Paul Bloy präsentierte sich in San Diego konkurrenzfähig und mit starkem Grundtempo. Dabei setzte er im Qualifying ein erstes Ausrufezeichen: „Mit Platz zwei in der Qualifikation der Gruppe C war ich echt happy und konnte mit einem guten Gefühl in den Vorlauf gehen.“ In diesem kam Bloy zwar ‚nur‘ auf Rang zwölf in Ziel, sah seinen Speed jedoch bestätigt: „Am Anfang hatte ich ein bisschen Probleme, meinen Flow zu finden, aber am Schluss war der Flow echt da.“
Im LCQ-Rennen arbeitete sich Bloy nach einem durchwachsenen Start bis auf Platz fünf vor und hatte sogar bereits Rang vier fest im Visier, ehe ein heftiger Sturz ihn auf Rang zwanzig zurückwarf. „Mich hat es leider voll überschlagen, dabei hatte ich aber echt Glück. Mir geht es relativ gut,“ so Bloy, der das Wochenende trotz verpasstem Hauptrennen dennoch positiv bewertete: „Es war trotzdem ein geiler Tag. Ich habe viel gelernt und freue mich jetzt auf Anaheim 2.“
Nico Koch
Für Nico Koch verlief sein erstes AMA-Supercross-Rennen in diesem Jahr insgesamt etwas unglücklich. Zwar fühlte er sich über weite Strecken auf der Rennstrecke wohl, doch frühe Zwischenfälle warfen ihn zwischenzeitlich zurück. „Ich hatte eigentlich den ganzen Tag über ein ganz gutes Gefühl mit der Strecke,“ erklärte Koch, der dann aber zeitig einen Dämpfer hinnehmen musste. „Frühs war es noch relativ nass und ich habe gleich einen blöden Fehler gemacht und bin im Freien Training einmal gut eingeschlagen.“ Dessen ungeachtet konnte der 26-jährige Braunschweiger in der Qualifikation die schnellsten Rundenzeit in der Gruppe C vorlegen und sich so eine gute Ausgangsposition für den Vorlauf sichern.
In diesem kam es aber früh zu einer Kollision: „Leider bin ich gleich in der zweiten Kurve mit jemandem zusammengekommen. Dabei ist meine Bremsleitung gerissen und es hat das Hinterrad ausgespeicht. Hatte somit dann gleich ein DNF.“ Im LCQ fehlte ihm dann nach schlechtem Start leider die Chance auf ein Comeback, so dass er sich mit Rang fünfzehn begnügen musste. Trotz der Enttäuschung blieb Koch positiv: „Es war leider ein nicht so gutes Wochenende für mich, nichtsdestotrotz war es aber erstmal wieder sehr geil dabei zu sein.“
Dominique Thury
Der bereits seit gut fünf Jahren in den USA lebende Schneeberger Dominique Thury – mit seinen 33 Lenzen der Älteste des Trios – zeigte in San Diego einen klaren Aufwärtstrend. „Ich glaube, ich bin das Beste gefahren, das ich seit Ewigkeiten gefahren bin, und habe alles auf der Strecke gelassen“, schrieb der Routinier nach dem Rennen auf Facebook. Ein Startcrash im Heat kostete ihn dann neben dem Schalthebel auch die direkte Qualifikation fürs Hauptrennen.
Im LCQ folgte dann nach einem nicht ganz optimalen Start eine starke Aufholjagd. „Ich konnte mich vom drittletzten auf den fünften Platz vorarbeiten, stürzte aber in der letzten Runde, während ich versuchte, den vierten Platz zu erreichen“, so Thury. Trotzdem überwog in seinem Resümee zum Tag in San Diego das Positive: „Der Speed ist da, die Starts werden besser und ich habe jede Menge Spaß beim Fahren mit meinem Bike. Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit.“
Unterm Strich brachte San Diego für die deutschen 250SX-Piloten wertvolle Erkenntnisse und mit Blick auf Anaheim 2 vor allem Zuversicht.
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