Max Vohland spricht live im TV über seine Zukunft bei ClubMX Yamaha und deutet eine Verlängerung für 2027 an. Nach Verletzung, technischem Umbruch und neuem Bremssystem zeigt seine Formkurve klar nach oben.
Max Vohland hat während der 450SX-Qualifikation der Gruppe C live im TV für Aufsehen gesorgt. Der ClubMX-Yamaha-Pilot setzte sich in der Race Day Live-Übertragung zu einem Interview mit Justin Brayton und Adam Cianciarulo zusammen und sprach dabei nicht nur über die Weiterentwicklung seines Motorrads, sondern auch offen über seine sportliche Zukunft.
Dabei ließ Vohland durchblicken, dass eine Vertragsverlängerung bereits sehr konkret sei. „Ich fühle mich wohl auf dem Motorrad, ich kenne die Leistung, ich fahre es jetzt seit zwei Jahren und werde sehr wahrscheinlich für nächstes Jahr verlängern“, erklärte er. Brayton reagierte direkt: „Breaking News hier gerade?“ Vohland bestätigte: „Ja, genau hier, gerade eben. Das habt ihr jetzt gehört.“ Der ehemalige Werksfahrer konterte begeistert: „Oh, das liebe ich! Stark. Nächstes Jahr wieder bei ClubMX Yamaha!“
Vohlands Weg dorthin war jedoch alles andere als geradlinig. Der Sohn von Ex-Profi Michael Vohland wechselte 2021 als vielversprechendes Talent zu Red Bull KTM und sammelte früh Supercross-Erfahrung. Nach einem Teamwechsel zu Monster Energy/Pro Circuit Kawasaki verlief die Saison 2024 jedoch unglücklich: Eine schwere Verletzung beendete sein Jahr bereits nach zwei Main-Event-Starts. Zur Saison 2025 folgte der Neustart beim Yamaha-unterstützten ClubMX Yamaha – inklusive langer Reha und technischer Umstellungen.
Besonders prägend war dabei der Wechsel auf ein spezielles Hinterradbremssystem. Aufgrund anhaltender Nervenprobleme und fehlenden Gefühls im rechten Bein fährt Vohland ohne Fußbremse. Stattdessen bedient er die Hinterradbremse über einen zusätzlichen Hebel auf der Kupplungsseite. „Im Moment ist es aufgrund meiner Verletzung und der Nervenprobleme ziemlich endgültig“, erklärte er bereits 2024.
Auch in der laufenden Supercross-Saison 2026 zahlt sich diese Entwicklung aus. In den ersten vier Runden belegte Vohland die Plätze 7, 8, 5 und 4. Die Konstanz stimmt, das Vertrauen ins Bike wächst – und mit der angedeuteten Vertragsverlängerung scheint auch die sportliche Zukunft geklärt. Nach Jahren voller Rückschläge ist Max Vohland endgültig zurück auf Kurs.
