Hunter Lawrence stellt im Gespräch mit Vital MX die Sinnhaftigkeit der SuperMotocross-Serie infrage und sieht Investitionen in Supercross und Motocross als sinnvollere Alternative.
Im Gespräch mit Vital MX spricht Hunter Lawrence offen über seine Sicht auf die SMX-Serie. Der Australier kann dem Konzept grundsätzlich etwas abgewinnen, stellt jedoch infrage, ob es die Serie in dieser Form überhaupt braucht. Stattdessen würde er die finanziellen Mittel lieber in die bestehenden Supercross- und Motocross-Serien investieren.
„Ich mag den Speedway, aber das hier soll eine Hybridserie sein. Ich weiß nicht – niemand hat wirklich nach dieser Serie gefragt. Es war irgendwie ein Versuch, zu verhindern, dass alle zur WSX gehen. Aber bei dieser Sache scheint es langsam bergab zu gehen.“
Lawrence sieht vor allem in den etablierten Meisterschaften eine große Stärke des Sports. Supercross und Motocross würden bereits zahlreiche Fahrer und Teams anziehen. Die SMX-Serie habe dagegen aus seiner Sicht nicht dieselbe Bedeutung.

„Ich würde gerne sehen, dass sie diese Serie nehmen und das Geld, das sie dafür gefunden haben, einfach wieder in die aktuellen SX- und MX-Serien investieren. Jeder kommt nach Amerika, um Supercross zu fahren – nicht SMX. MX und Supercross, nicht SMX.“
Besonders im Motocross sieht Lawrence noch Potenzial für Weiterentwicklungen. Gleichzeitig verweist er auf die großen Starterfelder, die seiner Meinung nach zeigen, wie breit der Sport aufgestellt ist.
„Beim MX haben wir jedes Rennwochenende 40 Fahrer am Start, in jeder Klasse. Bei SMX Next und bei den Frauen hatten wir 40 Mädchen am Start, bei den 450ern und 250ern genauso. Ich denke, es gibt im MX noch viele Dinge, die verbessert werden müssen, und man sollte es gleichwertiger zur Premier-Supercross-Serie machen. Und ja, ich denke, viele Teams würden das ebenfalls gerne sehen.“
Lawrence stellt damit nicht grundsätzlich das Konzept einer gemeinsamen Supercross- und Motocross-Serie infrage. Vielmehr geht es ihm um die Frage, wo die vorhandenen finanziellen Mittel eingesetzt werden sollten. Aus seiner Sicht könnten Investitionen in die bestehenden Meisterschaften deren Entwicklung weiter vorantreiben.
