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KTM Kosak in den USA: OneTeam OneDream

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Lesedauer: 3 min

Zwei Rennen, ein kleines deutsches Team und ein großer Schritt über den Atlantik: Roan van de Moosdijk und KTM Kosak Racing haben in den USA gezeigt, was mit begrenzten Mitteln möglich ist.

Wenn in Amerika die Startgatter fallen, stehen normalerweise die großen Factory-Teams im Mittelpunkt. Trucks, riesige Crews und Material in Hülle und Fülle gehören zum Bild der AMA Pro Motocross Championship. Mitten dazwischen: ein deutsches Privateer-Team aus Süddeutschland und ein Fahrer, der nach schwierigen Jahren beweisen wollte, dass mit ihm auf internationalem Boden noch immer zu rechnen ist.

Genau darum geht es in „One Team. One Dream.“. In der zweiteiligen Dokureihe begleitet das Cross Magazin das KTM Kosak Racing Team und Roan van de Moosdijk bei ihrem ersten Trip in die US-amerikanische Pro-Motocross-Serie. Nicht nur die Rennen stehen dabei im Mittelpunkt. Die Kamera ist dort, wo normalerweise kaum jemand hinschaut: im Workshop, im Fahrerlager und mitten in den hektischen Stunden vor dem ersten Start.

Der Auftakt führt nach Red Bud, Michigan. Viel Zeit, sich an Amerika zu gewöhnen, bleibt nicht. Gerade einmal sechs Tage liegen zwischen der Ankunft und dem Renntag. Das Motorrad muss noch umgebaut werden, gleichzeitig läuft nicht alles nach Plan was den „TeamTruck“ angeht. Improvisation ist gefragt.

Auf der Strecke wirkt Roan jedoch von der USA zunächst unbeeindruckt. Im Qualifying fährt er auf Platz sieben und verschafft sich damit eine starke Ausgangsposition. Im ersten Lauf kämpft er sich nach vorne, doch dann beendet ein technischer Defekt sein Rennen vorzeitig.

Der zweite Lauf wird zur Aufholjagd. Nach einem Startcrash findet sich Roan am Ende des Feldes wieder. Während vorne die Factory-Piloten davonzuziehen versuchen, arbeitet sich der Niederländer Position für Position nach vorne. Immer weiter geht es durch das Feld – bis am Ende Platz elf auf der Anzeigetafel steht.

Für ein Team, das mit einem Bruchteil der Ressourcen der großen Werksteams angetreten ist, fühlt sich dieses Ergebnis fast wie ein Sieg an.

Eine Woche später wartet mit Southwick die nächste Herausforderung. Der tiefe Sand der traditionsreichen Strecke fordert Mensch und Material – und erneut muss KTM Kosak gegen die großen Namen der amerikanischen Szene bestehen.

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Die zweite Episode blickt dabei nicht nur auf das Rennen, sondern auch auf den Weg, der Roan überhaupt erst zu diesem Punkt gebracht hat. Eine schwere Verletzung bei Fantic hatte seine Karriere beinahe aus der Bahn geworfen. Trotz eines angeschlagenen Knies nahm er anschließend die Chance bei HRC wahr, doch die körperlichen Probleme ließen konstante Leistungen nicht zu. Nach nur zwei GPs zog Roan selbst die Reißleine.

Es folgte eine schwierige Phase. Erst der Wechsel zu KTM Kosak brachte die Wende und er arbeitete sich mit dem Team Schritt für Schritt zurück. Stürze und technische Rückschläge gehörten dazu, gleichzeitig kamen die Ergebnisse zurück. Der Lohn: der ADAC MX Masters-Titel 2025.

In Southwick knüpft Roan an diese Entwicklung an. Mit Platz sechs im Qualifying steht er erneut mitten in der amerikanischen Konkurrenz. Im ersten Lauf fährt er kontrolliert und fehlerfrei bis auf Rang sieben.

Im zweiten Rennen muss er wieder von hinten kommen. Das Startpech zwingt ihn erneut zu einer Aufholjagd. Roan arbeitet sich bis auf Platz zehn nach vorne, doch kurz vor dem Ziel folgt der nächste Rückschlag: Zwei Runden vor Schluss beendet ein technisches Problem seinen Lauf.

Zwei Rennwochenenden, zwei technische Ausfälle – und trotzdem fällt das Fazit deutlich positiv aus. KTM Kosak hat in Red Bud und Southwick gezeigt, dass ein deutsches Privateer-Team auch gegen die bestens ausgestatteten Factory-Mannschaften bestehen kann. Und Roan van de Moosdijk hat gezeigt, dass er seine Geschwindigkeit wiedergefunden hat.

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Der USA-Trip könnte für den Niederländer deshalb weitreichender sein als zunächst gedacht. Erst nach Abschluss der Dreharbeiten wurde bekannt, dass Roan für die kommende Saison eine feste Pro-Startnummer erhalten hat: die #99.

Ob die #99 2027 erneut auf amerikanischem Boden zu sehen sein wird, ist derzeit noch offen. Fest steht jedoch: Mit „One Team. One Dream.“ endet die Geschichte nicht unbedingt in Southwick. Vielleicht war der USA-Trip für Roan van de Moosdijk und KTM Kosak Racing erst der Anfang.

Beide Folgen von „One Team. One Dream.“ findet ihr auf dem CrossMagazin YouTube Kanal.

Kai Schulte-Lippern
Kai Schulte-Lippern
Fotocredits
  • Cross Magazin
Textcredits
  • Kai Schulte-Lippern

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