Der „Tempel des Motocross“ bleibt der MXGP-Weltmeisterschaft erhalten: Infront Moto Racing und die Veranstalter des MXGP von Flandern haben den Vertrag für den Grand Prix in Lommel um weitere fünf Jahre verlängert. Damit ist der belgische Sandklassiker bis einschließlich der Saison 2031 Bestandteil des WM-Kalenders.
Lommel gehört seit 1990 zum festen Inventar der Motocross-Weltmeisterschaft und genießt aufgrund seines tiefen, ständig wechselnden Sandes weltweit Kultstatus. Die Strecke fordert Fahrer und Material gleichermaßen und gilt für viele Teams und Piloten längst als nahezu heimisches Terrain.
„Eines der wichtigsten Rennen“
Die Bedeutung des Standorts unterstreicht Infront-Moto-Racing-Chef David Luongo deutlich: „Lommel ist eines der wichtigsten Rennen, die wir haben. Für mich ist es wie der Grand Prix von Monaco in der Formel 1 ein ganz besonderes Event, bei dem sich die gesamte Branche rund um die Strecke versammelt und bei dem jeder Fahrer seinen Namen in die Siegerliste eintragen möchte.“
Luongo verweist zugleich auf die Entwicklung der Veranstaltung. Das Organisationsteam habe die Messlatte bei Qualität und Präsentation immer weiter angehoben, zuletzt mit einem neuen Zuschauerrekord. Zudem werde das Streckenlayout regelmäßig angepasst und um neue Bereiche ergänzt.
Auch aus Sicht der FIM ist die langfristige Verlängerung ein wichtiges Signal. FIM-/CMS-Direktor Antonio Alia Portela erklärt: „Lommel für die nächsten fünf Jahre im Kalender zu haben, ist ein Weg, die Serie zu festigen.“ Die Strecke sei legendär und anspruchsvoll, zudem gelinge es Johan Boonen und seinem Team immer wieder, den Kurs neu zu gestalten: „Wir erwarten das Unerwartete, und sie überraschen uns immer wieder.“
Investitionen und „Lommelwood“
Die Veranstalter Johan Boonen, Ann Plas und Jo De Munck sehen im neuen Fünfjahresvertrag vor allem langfristige Planungssicherheit. „Dieses langfristige Engagement gibt uns die Perspektive und Stabilität, um in enger Zusammenarbeit mit dem Stedelijk Motorcrosscentrum weiter in unsere Organisation und die Infrastruktur des Veranstaltungsortes zu investieren“, heißt es.
Neben der Infrastruktur soll auch die Mobilität rund um die Veranstaltung weiter verbessert werden. Gleichzeitig steht das Besuchererlebnis im Mittelpunkt. Ziel sei es, Lommel dauerhaft als „den Ort zu etablieren, an dem man sein muss, wenn es um Motocross geht“.
Das Organisationsteam will dabei ausdrücklich auf dem bisherigen Erbe aufbauen und den Grand Prix noch ikonischer machen – passend zum Spitznamen „Lommelwood“. Mit der Vertragsverlängerung steht jedenfalls fest: Der wohl härteste Sandkurs im WM-Kalender bleibt der MXGP-Weltmeisterschaft noch mindestens bis 2031 erhalten.
