Cameron McAdoo feierte beim Supercross-Auftakt in Anaheim nach sehr langer Pause sein Comeback, blieb nach zwei schweren Stürzen jedoch ohne zählbares Ergebnis. Platz 22 rückte am Ende in den Hintergrund – wichtiger war, glimpflich davongekommen zu sein.
Der Saisonstart der Supercross-Meisterschaft 2026 verlief für Cameron McAdoo alles andere als ideal. Der Monster Energy/Pro Circuit Kawasaki-Pilot startete stark und befand sich zunächst innerhalb der Top-Fünf. Ein erster Fehler kostete jedoch mehrere Positionen, ehe ein folgenschwerer Zwischenfall sein Rennen prägte.
In einer Sektion kam es in der Luft zur Kollision mit Haiden Deegan. McAdoo fuhr ganz links, während Deegan aus der Mitte zur Seite driftete und kurz vor dem Absprung noch zurückblickte. Deegan blieb auf dem Motorrad, McAdoo schlug hart auf und musste in die Boxengasse. Nach einem kurzen Stopp kehrte er ins Rennen zurück und wurde letztlich 22.
Besonders auffällig: Für McAdoo war Anaheim 1 erst sein viertes Rennen seit Anfang 2025. Verletzungsbedingt absolvierte er in der gesamten Saison 2025 nur drei Läufe, bevor ihn eine lange Pause erneut stoppte. Dadurch verlor er sein Anrecht auf eine zweistellige Startnummer und muss 2026 mit der Triple-Digit-Number #142 antreten – eine Seltenheit für einen erfahrenen Factory-Piloten. Die Nummer wählte er als Hommage an einen Freund aus Kindheitstagen.
Sportlich zeigte der Abend dennoch Potenzial. Nach Platz zehn in der Qualifikation steigerte sich McAdoo im Heat Race deutlich, startete stark und fuhr bis auf Rang zwei nach vorne. Auch im Main Event lag er früh auf Platz drei, ehe ihn der Zwischenfall aus dem Rhythmus brachte.
Nach dem Rennen sagte McAdoo:
„Es fühlte sich großartig an, wieder hinter dem Gatter zu stehen und zu racen. Das Heat Race hat gezeigt, wozu wir fähig sind, und ich habe mich vorne sehr wohlgefühlt. Das Main Event war frustrierend. Ich hatte einen Moment auf der Strecke, der außerhalb meiner Kontrolle lag und mich für eine Weile in den Mechanikerbereich gezwungen hat. Ich bin wieder rausgefahren und habe so viel wie möglich aus dem Rennen gerettet, aber heute war nicht unser Abend. Wir nehmen das Gelernte mit und kommen nächstes Wochenende besser zurück.“
Auch auf Instagram blieb der Fokus positiv:
„Die Show geht weiter! Dankbar, dass ich nur angeschlagen und nicht verletzt bin, nachdem es viel schlimmer hätte kommen können. Außerdem froh zu sehen, dass Malcom und Justin nach diesem beängstigenden Sturz okay sind.“
Nach langer Zwangspause ist McAdoo damit vor allem eines: zurück im Rennbetrieb – und bereit, weiter aufzubauen.
