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Monster Energy AMA Supercross Championship 2026 in Anaheim - Fahrerstimmen

Deutsches 250SX-Trio mit Kampfgeist in Anaheim

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Lesedauer: 4 min

Bei dem im Angel Stadium von Anaheim, Kalifornien, absolvierten dritten Lauf der Monster Energy AMA Supercross Championship 2026 stellten sich die Deutschen Dominique Thury (Yamaha), Nico Koch (KTM) und Paul Bloy (GASGAS) einmal mehr der harten Konkurrenz der 250SX-Westküstenmeisterschaft. Auf einer technisch anspruchsvollen Strecke zeigten sie Engagement und persönliche Entwicklung, auch wenn es am Ende nicht für alle drei Fahrer zum Einzug in das Hauptrennen reichte.

Bemerkenswert war in jedem Fall bereits, dass Nico Koch, Dominique Thury sowie Paul Bloy, die im Zeittraining der Viertelliterklasse gemeinsam in der Qualifikationsgruppe B an den Start gingen und in dieser zu den Top 8 gehörten, in der kombinierten Zeitentabelle die Plätze 15, 16 bzw. 27 belegten und sich somit erneut problemlos für das Abendprogramm qualifizierten.

Dominique Thury – Nach starker LCQ-Performance im Hauptrennen

Dominique Thury zeigte sich nach dem Event insgesamt positiv gestimmt. „A2 war der Hammer! Ich habe mich gut gefühlt und war froh, dass die Strecke Spurrillen hatte und technisch anspruchsvoll war“, erklärte der 33-jährige Schneeberger, den es bereits vor fünf Jahren in die USA zog. Dass ihm der Track zusagte, stellte „Nique“ dann auch bereits im ersten Vorlauf der Klasse 250SX unter Beweis. In diesem konnte er sich nach einem nicht ganz optimalen Start im Rennverlauf von Rang vierzehn auf Platz zehn verbessern und verpasste damit nur knapp die direkte Qualifikation für das Finale. 

Im LCQ-Rennen etwas besser aus dem Gatter gekommen, sortierte sich Thury beim Passieren der Holeshotlinie zunächst auf Position sieben in das Fahrerfeld ein. Von dort kämpfte sich der Mann mit der Startnummer #964 im Verlauf der ersten Rennhälfte bis auf Platz zwei vor und nahm anschließend den bis dahin führenden Suzuki-Piloten Crockett Myers ins Visier. In der letzten Runde schließlich gelang es Thury mit cleveren Manövern schließlich tatsächlich an Myers vorbeizuziehen und so die Spitzenposition zu übernehmen. Leider kam er nach einer Kurve zu weit nach rechts, berührte die Tuffblocks und kam von der Strecke ab. Zwar konnte Myers so wieder in Führung gehen, jedoch schaffte es Thury noch rechtzeitig vor den übrigen Verfolgern auf die Strecke zurückzukehren und sich letztlich mit Rang zwei im Ziel einen der vier noch freien Startplätze im Hauptrennen zu sichern.

Dominique Thury hob anschließend die Rolle der neuen Streckenbegrenzungen hervor: „Ich bin froh, dass es dieses Jahr diese neuen Tuffblöcke gibt, denn die haben mich im LCQ gerettet.“ Im Main Event wurde ihm genau dieses Streckenelement jedoch zum Verhängnis: Nach dem Start rundenlang auf der zwölften Position geführt, ging Thury nach einer Kollision mit einem Tuffblock zu Boden und fiel auf Rang 15 zurück. Trotz des Rückschlags überwog das Positive in seinem Resümee. „Das war ein toller Tag mit einer tollen Strecke“, so Thury, der vor allem sein aktuelles Fahrgefühl und seine mentale Stärke hervorhob. Verbesserungsbedarf sieht er noch bei den Starts, blickt aber optimistisch nach vorn: „Ich bin begeistert von meiner mentalen Einstellung in diesem Jahr. Das macht den größten Unterschied. Auf nach Houston!“

Nico Koch – Ein Schritt nach vorn, aber ohne Main Event

Für Nico Koch verlief Anaheim 2 in vielerlei Hinsicht ein Stück weit nach Plan, auch wenn er am Ende aber ohne Finalteilnahme blieb. Im Zeittraining stellte er als Schnellster in der Gruppe B erneut seinen Speed unter Beweis und sicherte sich so Startplatz sieben in Vorlauf zwei. In diesem als Siebter aus der ersten Runde zurückgekehrt, verlor der 26-jährige Braunschweiger im Rennverlauf jedoch an Boden und passierte letztlich als Dreizehnter das Ziel.

Damit stand ihm der Weg über das LCQ bevor. Dort lag Koch zunächst gut im Rennen, bevor ein Fahrfehler verbunden mit einem kurzen Abgang von der Strecke seine Chancen auf eine erfolgreiche Qualifikation fürs Hauptrennen schmälerte. Am Ende reichte es nicht fürs Main Event. Trotzdem zeigte sich Koch zufrieden: „Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, weil es ein großer Schritt in die richtige Richtung war“, blickte er auf die Fortschritte und auf das kommende Rennen in Houston.

Paul Bloy – Wichtige Erkenntnisse trotz fehlendem Speed in den Rennen

Der 22-jährige Paul Bloy aus Biberach erlebte in Anaheim mit Rang 14 im Vorlauf sowie Platz fünfzehn im LCQ einen schwierigen Abend. „Mein Speed war nicht so, wie ich ihn haben wollte, und ich hatte Schwierigkeiten, mich auf der Strecke wirklich wohlzufühlen“, bilanzierte er. Trotz der Enttäuschung sieht Bloy den Nutzen des Rennens: „Solche Abende gehören einfach dazu und sind Teil des Prozesses.“ Mit den gewonnenen Erkenntnissen will er nun weiterarbeiten, „um beim nächsten Rennen stärker, schneller und selbstbewusster zurückzukommen“.

Nach Anaheim 2 bleibt festzuhalten: Während Thury jede Menge Selbstvertrauen tankt und Koch einen klaren Leistungsschritt macht, nimmt Bloy wichtige Erkenntnisse mit. Für alle drei richtet sich der Blick nun auf die nächste Station der Rennserie in Houston.

Alle Ergebnisse von Anaheim 2 im Detail ››

Jens Pohl
Jens Pohl
Online-Redakteur
Fotocredits
  • Nico Koch
Textcredits
  • Jens Pohl

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