Honda-Werksfahrer Chance Hymas muss nach einem Sturz bei dem am vergangenen Wochenende in Anaheim, Kalifornien, absolvierten dritten Aufeinandertreffen der Monster Energy AMA Supercross Championship 2026 doch eine längere Zwangspause als erhofft einlegen.
Der aus Pocatello, Idaho, stammende 20-Jährige verletzte sich in der ersten Kurve des 250SX-Hauptrennens an der linken Schulter und wird sich am kommenden Freitag, den 30. Januar, einer Operation am Labrum unterziehen. Die voraussichtliche Genesungszeit beträgt rund acht Wochen.

Chance Hymas schilderte den Zwischenfall aus seiner Sicht: „Es war nicht der beste Start für mich, aber ich war trotzdem in einer guten Position, als ich in die erste Kurve fuhr. Ein anderer Fahrer stürzte, was letztendlich auch mich zu Fall brachte. Als ich meinen Arm ausstreckte, um mich abzustützen, kam er leider in eine seltsame Position und ich habe mir die Schulter ausgerenkt.“
Besonders bitter ist der Rückschlag, da Hymas erst kürzlich wieder in Top-Form gekommen war: „Es ist für mich niederschmetternd, nachdem ich alles gegeben habe, um wieder in Form zu kommen, aber glücklicherweise habe ich eine gute Gruppe von Menschen um mich herum, die mich zu 100 % unterstützen.“ Gemeinsam mit dem Team fiel die Entscheidung für den operativen Eingriff: „Alles in allem haben das Team und ich beschlossen, dass es in meinem besten Interesse ist, mein Labrum diesen Freitag reparieren zu lassen und mich darauf zu konzentrieren, wieder 100 % fit und bereit für die Outdoor-Saison zu sein.“

Die AMA-Supercross-Saison 2026 verläuft für Honda HRC Progressive bislang schwierig. Mit Jett Lawrence und Jo Shimoda fehlen weiterhin zwei Leistungsträger verletzungsbedingt. Für positive Schlagzeilen sorgt aktuell Hunter Lawrence, der nach drei Runden auf dem zweiten Platz der Meisterschaft liegt.
Teammanager Brandon Wilson ordnete die Situation ein: „Diese Saison stellt uns wirklich auf die Probe. Alle bei Honda sind enttäuscht über die Verletzungen unserer Fahrer, aber Chances Rückschlag ist wirklich schwer zu verkraften, wenn man bedenkt, wie hart er gearbeitet hat und welche beeindruckende Geschwindigkeit er zu Beginn der Saison gezeigt hat.“
Trotz der angespannten Lage blickt man bei Honda optimistisch nach vorn: „Es ist nicht zu leugnen, dass 2026 für das Team eine große Herausforderung ist, aber Hunter so gut fahren zu sehen, ist sicherlich ein Lichtblick. Wir sind zuversichtlich, dass bald alle vier Fahrer wieder gesund sein und an der Spitze mitkämpfen werden.“
