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Daxton Bennick: Neues Team, alte Sitten

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Lesedauer: 3 min

Daxton Bennick startet erneut stark in die 250SX East – Podium in Arlington trotz schwierigem Renntag. Der Wechsel zu Husqvarna bringt frischen Fokus und neue Perspektiven.

Daxton Bennick bleibt der Spezialist für starke Saisonstarts. Beim Auftakt der 250SX East Division in Arlington fuhr er erneut aufs Podium – bereits zum dritten Mal in Folge bei einem Serienbeginn. Schon 2024 hatte er bei seinem ersten Monster Energy AMA Supercross in Detroit mit Platz drei auf sich aufmerksam gemacht.

Der schnelle Einstieg war für Bennick nie das Problem. Schwieriger war es bislang, über die komplette Saison gesund zu bleiben. Nach Rang zwei in Tampa musste er im vergangenen Jahr mit einer Gehirnerschütterung pausieren. Im TV bekam er deshalb sogar den Spitznamen „Mr. Round One“ verpasst. Auf der Pressekonferenz ordnete er seinen Auftritt selbstkritisch ein:

„Ich hatte heute ehrlich gesagt den ganzen Tag ziemlich zu kämpfen. Im Heat war ich wirklich schlecht, aber im Main Event konnte ich es drehen – und das ist natürlich das, was zählt. Ich hatte bisher oft eine sehr starke Off-Season bis zur ersten Runde, danach gab es allerdings Probleme. Hoffentlich können wir diesmal den Schwung mitnehmen und gesund bleiben.“

Im Main Event kam Bennick als Dritter aus der ersten Runde. Er hielt dem Druck von Seth Hammaker stand und setzte gleichzeitig Jo Shimoda auf Platz zwei unter Druck. Im Ziel fehlten weniger als anderthalb Sekunden – und das auf einer extrem anspruchsvollen Strecke.

Auch die Bedingungen in Arlington verlangten den Fahrern alles ab:

„Die Strecke ist richtig brutal auseinandergebrochen. Ich bin hier 2024 schon gefahren, aber so heftig habe ich es nicht in Erinnerung. Es war wirklich hart. Ich habe den ganzen Tag gegen die Strecke gekämpft. Ich wusste aber: Wenn ich die Dreier-Kombination sauber reinbekomme und dann die Vierer-Kombination rausfahre, macht das vor mir keiner. Dort konnte ich etwas Zeit gutmachen. Die Whoops bin ich ziemlich gut gesprungen, in den Kurven kann ich noch sauberer werden. Aber es war wahrscheinlich das härteste Main Event, das ich je gefahren bin.“

Neben dem starken Saisonauftakt hat sich bei Bennick im Winter vieles verändert. Für 2026 wechselte er von Monster Energy Yamaha Star Racing zu Rockstar Energy Husqvarna. Er trainiert nun im Umfeld der Baker’s Factory und arbeitet eng mit Nathan Ramsey zusammen. Nach mehreren Jahren auf der Yamaha fühlt sich der Schritt zur Husqvarna – unter dem Dach der KTM-Gruppe – fast wie eine Rückkehr zu seinen Wurzeln an.

„Ich kann mich jetzt etwas mehr auf mich selbst konzentrieren. Bei Star gab es viele starke 250er-Fahrer, es war jeden Tag ein interner Kampf. Das ist wohl der größte Unterschied. Vom Training her ist es ähnlich, auch wenn es natürlich Unterschiede gibt. Ich habe früher schon mit Aldon gearbeitet, aber das Programm hat sich sehr verändert – und zwar zum Positiven.“

Auch die Zusammenarbeit mit Teammanager Nathan Ramsey beschreibt er heute deutlich intensiver:

„Nate und ich haben schon früher zusammengearbeitet, aber auf einem ganz anderen Level. Im Amateurbereich war vieles weniger ernst und nicht so tiefgehend. Jetzt ist es professioneller und viel enger. Er meldet sich unter der Woche regelmäßig, wir stehen ständig in Kontakt. Außerdem habe ich mit Murph bei der Baker’s Factory jede Woche Unterstützung. Mit Aldon, Justin und dem ganzen Team ist das Umfeld wirklich stark. Der Tapetenwechsel hat mir gutgetan und es läuft aktuell sehr gut.“

Ein weiterer Faktor: Teamkollege Casey Cochran fällt nach einem Schlüsselbeinbruch vorerst aus. Bennick ist damit der einzige 250SX-East-Fahrer im Team – und erhält entsprechend viel individuelle Betreuung. Nach dem erneuten Podium zum Saisonstart stellt sich die Frage: Bleibt er „Mr. Round One“ – oder wird er 2026 zu einem konstanten Podiumskandidaten über die gesamte Meisterschaft?

Kai Schulte-Lippern
Kai Schulte-Lippern
Fotocredits
  • Align Media
Textcredits
  • Kai Schulte-Lippern

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