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Licht und Schatten für Husqvarna beim Pro Motocross

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Lesedauer: 3 min

Husqvarna startete in Pala mit einem wilden Mix aus Tempo, Pech und Fragezeichen in die Outdoor-Saison. RJ Hampshire und Ryder DiFrancesco zeigten, was möglich ist, doch Stürze und Ausfälle verhinderten ein rundes Wochenende.

Der Auftakt der AMA Pro Motocross Meisterschaft auf dem Fox Raceway in Pala wurde für das Rockstar Energy Husqvarna Factory Team zu einem dieser Tage, an denen man am Ende nicht so recht weiß: Glas halb voll oder halb leer? Der Speed war da, die Ergebnisse nur teilweise. Zwischen starken Comebacks, bitteren Nullnummern und einem schmerzhaften Moment für Malcolm Stewart blieb viel Gesprächsstoff für das nächste Rennen in Hangtown.

In der 250er-Klasse setzte Ryder DiFrancesco das stärkste Zeichen im Husqvarna-Lager. Sein erster Lauf begann allerdings denkbar unruhig. Ein Sturz warf ihn zurück, am Ende blieb nur Platz 19. Doch DiFrancesco ließ sich davon nicht aus der Bahn bringen. Im zweiten Moto mischte er plötzlich ganz vorne mit, kämpfte um die Spitzenplätze und fuhr als Dritter ins Ziel. Mit den Moto-Ergebnissen 19 und 3 wurde er Zehnter der Tageswertung.

Nach dem Rennen klang DiFrancesco entsprechend erleichtert. Die Qualifikation sei nur okay gewesen, doch im Laufe des Tages habe er sich gesteigert. Nach dem Crash im ersten Rennen sei es darum gegangen, so viele Punkte wie möglich zu retten. Der starke zweite Lauf gebe ihm nun viel Motivation für das nächste Wochenende.

Auch Daxton Bennick zeigte zunächst einen vielversprechenden Auftritt. Im ersten Moto fuhr er auf Rang sieben und war damit stark im Rennen. Doch im zweiten Lauf endete sein Tag unsanft. Bennick stürzte, musste das Rennen aufgeben und wurde nur als 38. gewertet. In der Gesamtwertung reichte es trotz des Ausfalls noch zu Platz 14. Positiv: Bennick konnte die Strecke aus eigener Kraft verlassen und meldete später, dass es ihm den Umständen entsprechend gut gehe. Er sei dankbar, nach dem Crash okay zu sein, und richte den Blick bereits auf Hangtown.

Für Casey Cochran lief der Start in die Outdoor-Saison ebenfalls zäh. Dabei hatte der Tag mit Platz zehn in der Qualifikation ordentlich begonnen. Im ersten Moto kam er jedoch nicht ins Ziel, im zweiten Rennen fand er nie richtig seinen Rhythmus und wurde 17. Mit den Ergebnissen 40 und 17 landete Cochran auf Platz 21 der Tageswertung. Er sprach danach von einigen positiven Ansätzen, gab aber auch zu, dass er sich im zweiten Lauf nicht besonders wohlgefühlt habe.

In der 450er-Klasse sorgte RJ Hampshire für den stabilsten Husqvarna-Auftritt. Nach seiner Verletzungspause war Pala ein wichtiger Test unter echten Rennbedingungen. Und Hampshire lieferte. Im ersten Moto arbeitete er sich von außerhalb der Top Ten bis auf Platz sechs nach vorn, im zweiten Lauf folgte Rang sieben. Das brachte ihm Platz sieben in der Gesamtwertung.

Ganz zufrieden war Hampshire trotzdem nicht. Er war lange im Bereich der Top Five unterwegs, konnte die Rennen aber nicht ganz so stark zu Ende bringen, wie er es sich gewünscht hätte. In der Schlussphase fehlte ihm noch etwas die letzte Frische, zudem gab es kleinere Probleme am Motorrad. Trotzdem nahm er viel Positives mit: Pala sei eines seiner besseren Ergebnisse auf dieser Strecke gewesen, und das Team habe wichtige Erkenntnisse gesammelt.

Weniger glücklich lief der Tag für Malcolm Stewart. Im ersten Moto fuhr er solide auf Rang zwölf, doch im zweiten Lauf war früh Schluss. Stewart setzte in einer Kurve mit dem Knie auf und spürte sofort einen heftigen Schmerz. Statt unnötig Risiko zu gehen, bog er nach wenigen Runden ab und beendete das Rennen vorzeitig.

Stewart versuchte danach, die Sorgen kleinzuhalten. Es sei frustrierend gewesen, aber nichts, worüber man sich zu große Gedanken machen müsse. Er habe nur sichergehen wollen, dass nichts Schlimmeres passiert. Nun soll das Knie überprüft werden, mit der Hoffnung, beim nächsten Rennen in Sacramento wieder am Gatter zu stehen.

Damit blieb Pala für Husqvarna ein Auftakt mit zwei Gesichtern. DiFrancesco und Hampshire zeigten, dass das Tempo für starke Resultate vorhanden ist. Bennick war vor seinem Sturz ebenfalls gut unterwegs. Gleichzeitig kosteten Ausfälle und Fehler wertvolle Punkte. Dazu kommt die besondere Situation im Hintergrund: Das werkseigene Rockstar Energy Husqvarna Team soll nach der SuperMotocross-Saison schließen, weshalb mehrere Fahrer auch um ihre Zukunft für 2027 kämpfen.

Der Start war also nicht schlecht, aber auch nicht sauber. Husqvarna hat in Pala angedeutet, dass Podiumsplätze und Top-Five-Ergebnisse möglich sind. Jetzt muss aus einzelnen Highlights Konstanz werden. Hangtown wird zeigen, ob das Team die Pala-Baustellen schnell in den Griff bekommt.

Kai Schulte-Lippern
Kai Schulte-Lippern
Fotocredits
  • Align Media
Textcredits
  • Kai Schulte-Lippern

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