Schluss nach mehr als zwei Jahrzehnten im internationalen Motocross: Maximilian Nagl beendet im Alter von 39 Jahren seine aktive Karriere.
Der gebürtige Weilheimer, der heute mit seiner Familie in Belgien lebt, verkündete in einem Instagram-Reel seine Entscheidung. Von einem traurigen Abschied will der ehemalige MX1-Vizeweltmeister allerdings nichts wissen.
„Es ist Zeit, die Nachricht zu verkünden, dass ich meine aktive Karriere beenden werde. Allerdings nicht im Schlechten, sondern wirklich im Guten“, erklärt Nagl. Der Gedanke an den Rücktritt habe ihn bereits seit zwei bis drei Jahren begleitet. Ausschlaggebend waren am Ende vor allem die körperlichen Folgen seiner langen Laufbahn.
„Auf 80 Prozent macht es für mich keinen Sinn“
Zahlreiche Verletzungen haben ihre Spuren hinterlassen. Besonders der heftige Einschlag beim ADAC MX Masters in Tensfeld in diesem Jahr sowie eine anschließend hinzugekommene Knieverletzung haben Nagls Entscheidung beschleunigt. Eine vollständige Wiederherstellung des Knies hält der er nicht mehr für möglich.

„Das Knie hat schon zu viel gehabt, das wird keine 100 Prozent mehr werden. Und auf 80 Prozent macht es für mich einfach keinen Sinn, weiterhin Rennen zu fahren“, sagt Nagl. „Wenn ich was mache, war es schon immer 100 Prozent oder ich mache es gar nicht.“
Dabei kann Nagl auf eine bemerkenswerte Karriere zurückblicken. Nach seinen Anfängen auf der PW50 und dem Gewinn des ADAC MX Junior Cups 2001 folgten 2003 die ersten WM-Einsätze. Zehn Jahre fuhr der Bayer für KTM, 2009 wurde er MX1-Vizeweltmeister. Mit Honda und später Husqvarna folgten weitere erfolgreiche Jahre in der Weltmeisterschaft.
Einer der größten Erfolge seiner Laufbahn gelang Nagl 2012 beim Motocross of Nations: Gemeinsam mit Ken Roczen und Marcus Schiffer gewann er für Deutschland die Chamberlain Trophy. Auf nationaler Ebene sammelte Nagl insgesamt fünf Titel im ADAC MX Masters – 2006, 2008 sowie von 2022 bis 2024.
Dem Motocross bleibt Nagl erhalten
Ganz weg ist Nagl aus dem Rennsport ohnehin nicht. Neben seiner zunehmenden Leidenschaft für den Autorennsport will er dem Motocross-Paddock erhalten bleiben und seine Erfahrung künftig an die nächste Generation weitergeben.
„Ich möchte das weitergeben an junge Fahrer, vielleicht kann ich mal einen Fahrer aufbauen für die WM“, erklärt Nagl. Konkrete Pläne gebe es derzeit allerdings noch nicht.
Zunächst soll der Körper Zeit bekommen, sich von den Belastungen und Verletzungen zu erholen. Gleichzeitig trainiert Nagl bereits wieder, um fit zu bleiben. Und auch künftig dürfte man ihn regelmäßig an der Rennstrecke antreffen – beim Motocross ebenso wie beim Autorennen.
Zum Abschied richtet Nagl seinen Dank an Teams, Sponsoren, Partner, Mechaniker und Fans, die ihn teilweise seit seinen ersten WM-Jahren begleitet haben. Besonders hebt er seine Familie hervor, die seinen Weg von den Anfängen bis zum Ende der aktiven Karriere mitgetragen hat.
„Es ist keine traurige Entscheidung für mich, ich fühle mich damit wirklich okay“, fasst Nagl seinen Entschluss zusammen.
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Ein Kommentar auf “„Es ist Zeit“: Maximilian Nagl beendet seine aktive Karriere”
Alles. richtig gemacht.
Wünsche Dir alles gute, besonders Gesundheit, für Deine Zukunft.
Gruss Günter