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Axell Hodges: Vom Racing zur Freestyle-Ikone

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Lesedauer: 4 min

Axell Hodges kommt kaum zur Ruhe: Zwischen Slay’s World Tour, FMX-Demos, Roadtrip-Abenteuern und neuen Projekten arbeitet der Kalifornier bereits an den nächsten großen Ideen. Der ehemalige Racer ist mittlerweile einer der bekanntesten Freestyle-Athleten.

Der Winter verlief für Axell Hodges alles andere als ruhig. Während er mit seiner Slay’s World Tour quer durch den Westen der USA unterwegs war, hielt er parallel den Betrieb auf seinem Slayground-Gelände in Südkalifornien am Laufen. Auf seiner Kawasaki KX450 fuhr Hodges bei mehreren FMX-Shows der Monster Energy AMA Supercross-Meisterschaft. Gleichzeitig produzierte er neuen Content für seine riesige Online-Community.

„Ich bin tatsächlich gerade zu Hause“, erklärte Hodges vom Slayground nahe San Diego in einem Interview mit RacerX. „Ich habe kürzlich zwei Anaheim-Demos gemacht, war auf ein paar lokalen Strecken unterwegs und dann bei Twitch zu Hause.“ Mit „Twitch“ meint Hodges Jeremy Stenberg. „Ich habe in den letzten Wochen Probleme mit der Bandscheibe im Rücken. Ich versuche gerade, das in den Griff zu bekommen und meinen Rücken wieder fit zu machen. Ich bin 29 Jahre alt – und mein Rücken meldet sich mittlerweile.“

Die hohe Belastung kommt nicht von ungefähr. „Wir haben das Jahr mit der Slay’s World Tour ziemlich intensiv beendet und waren ständig unterwegs, um für Fans überall zu fahren“, sagt Hodges. „Dann kam die ganze Schnittarbeit dazu und die permanente Arbeit auf meinem Grundstück. Wenn es nicht das eine ist, dann das andere. Ich bin ständig auf Achse und das hat Spuren hinterlassen.“ Einen Teil seiner Beschwerden führt er sogar auf lange Autofahrten zurück: „Ich fahre den ganzen Tag Motorrad und sitze danach zusammengesackt im Auto. An meiner Haltung muss ich definitiv arbeiten.“

Trotzdem läuft der Betrieb ununterbrochen weiter. Neben dem Fahren arbeitet Hodges intensiv an seinem YouTube-Kanal, schneidet Videos, kümmert sich um neue Lines auf dem Slayground und ist regelmäßig für Shows unterwegs. Dazu kamen zuletzt auch Ausflüge in die Stunt-Welt: „Ich habe ein bisschen Stuntarbeit gemacht und war Stuntdouble in einem kommenden Harry-Styles-Musikvideo. Ich versuche immer, Dinge zu machen, die anders sind, Spaß machen und mit denen ich Geld verdienen kann. Ich liebe einfach alles am Motorradfahren und Filmen.“

Ein zentrales Kapitel des Winters war die Fortsetzung der Slay’s World Tour. Mit voll beladenem Trailer ging es auf große Reise. „Wir hatten drei Mountainbikes, zwei 110er, eine 230, mein Quad, drei 450er und alle Snowboards dabei. Ehrlich gesagt waren wir ein bisschen voll gepackt“, erzählt Hodges. Die Route führte zunächst zum Snowboarden nach Mount Hood in Oregon, weiter nach Washougal zum National-Rennen, auf private Strecken mit Josh Hill und in die Sanddünen Oregons. „Die Dünen waren unglaublich. Es war nicht leicht, richtig große Sprünge zu finden, aber die Landschaft war einfach mega.“

„Alle Videos vom Roadtrip sind inzwischen online“, ergänzt Hodges. „Das letzte Video kam in der letzten Dezemberwoche 2025. Das war das erste Mal, dass wir so eine Roadtrip-Tour gemacht haben.“ Mit dabei waren zwei Freunde und sein Vater. „Eigentlich sollte mein Dad fahren, aber am Ende habe ich den Großteil selbst übernommen, weil er hinterm Steuer ziemlich sketchy war.“ Gemeinsam ging es im Wohnmobil die Westküste entlang – von Oregon zurück nach Encinitas, mit Motocross, Mountainbikes und Snowboards. Eine Idee, die Hodges schon seit seiner Kindheit begleitet hatte.

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Ein weiterer Höhepunkt folgte in Kalifornien. „Danach ging es zu Area 52, einem großen Freeride-Spot in Zentralkalifornien. Dort gibt es 200-Fuß große Sprünge über Berge“, so Hodges. „Ich hatte ein brandneues Bike, das ich dort eingefahren habe – dank Mitch Payton. Es hat mich 260 Fuß über einen 200-Fuß-Sprung geschickt. Ich bin ein bisschen zu weit gesprungen.“ Über weitere Sessions in Pismo und auf der Hangtown-Strecke führte der Weg zurück zum Slayground.

Der Abschluss der Tour war emotional. „Am letzten Tag habe ich einen großen Superman Seat Grab zu einem Nose Wheelie gemacht und mir dann einen Moment für meinen verstorbenen Freund Pat Casey genommen“, erzählt Hodges. „Ich bin zu seinem Kreuz gefahren, habe dort angehalten und ein Monster aufgemacht. Es war schwer, Pat zu verlieren. Ich vermisse ihn sehr. Es war schön, ihn auf diese Weise ehren zu können.“

Stillstand ist für Hodges dennoch keine Option. Bereits in Kürze arbeitet er mit Barry Keoghan zusammen. „Er hat einen neuen Film namens Crime 101 und wollte für die Rolle Motorradfahren lernen. Außerdem soll ich Videos zur Promotion machen. Vielleicht gehe ich sogar zur Premiere – mit Helm, um ihn zu repräsentieren.“

Mit vielen Ideen blickt Hodges bereits nach vorn. Für April ist Slay’s World Part Two an der US-Ostküste geplant. „Ich mag es einfach, Motorrad zu fahren, Neues auszuprobieren und meine Fans unterwegs zu treffen“, sagt er. „Immer wenn ich aus dem Gewohnten ausbrechen und neue Augen auf das lenken kann, was wir machen, fühlt sich das richtig an.“

Kai Schulte-Lippern
Kai Schulte-Lippern
Fotocredits
  • Align Media
Textcredits
  • Kai Schulte-Lippern

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