Eli Tomac stürzte beim Houston SX heftig, kämpfte sich aber mit einem Sieg im finalen Triple-Crown-Lauf zurück und bleibt Tabellenführer. Trotz starkem Comeback reichte es insgesamt nur zu Platz vier.
Beim Supercross in Houston erlebte Eli Tomac einen turbulenten Abend im Triple-Crown-Format. Nach Rang drei im ersten Rennen lag Tomac im zweiten Rennen nach einem Überholmanöver gegen Jason Anderson auf Platz vier. Der KTM-Pilot hatte einen durchwachsenen Start, kämpfte sich aber irrsinnig schnell nach vorne. Zumindest so lange, bis er in einer Rhytmus-Sektion heftig über den Lenker ging. Der KTM-Pilot konnte zwar weiterfahren, kam nach dem Sturz jedoch nur als 13. ins Ziel.
Im dritten und letzten Lauf wechselte Tomac auf sein Ersatzbike – was im Triple-Crown-Format aufgrund der kurzen Umbauzeiten erlaubt ist – und setzte direkt ein Ausrufezeichen. Er holte sich den Holeshot und gewann das Rennen am Ende souverän. Für viele war es eines der spektakulärsten Triple-Crown-Rennen der letzten Jahre.


Auf dem Podium erklärte Tomac die Ursache seines Sturzes:
„Das war eine extrem schnelle On-Off-Sektion, das Triple On-Off, und im Übergang habe ich am Ende hart auf die Hinterradbremse getreten. Zum Glück konnte ich durch den Lenker steigen – ich dachte nur: ‚Wow, ich muss jetzt unbedingt durch den Lenker durch.‘ Ich habe einen leichten Schlag vom Bike gespürt, aber die Gliedmaßen sind okay, mir geht es gut, und ich bin einfach froh, dass ich mich im letzten Lauf so zurückkämpfen konnte. Wenn man schon ein Ergebnis wegwirft, dann hier. Am Ende bin ich glücklich über Platz vier insgesamt, denn das war ein echter Ritt. Ich bin froh, jetzt auf das nächste Wochenende zu schauen.“
Der Sturz im zweiten Lauf kostete Tomac letztlich die Chance auf den Gesamtsieg. Dieser ging an Cooper Webb, der mit den Ergebnissen 4-2-3 seinen ersten Saisonsieg 2026 einfuhr. Die Laufsiege gingen zuvor an Ken Roczen im ersten Rennen und Hunter Lawrence im zweiten. Beide landeten in der Gesamtwertung vor Tomac, der mit 3-13-1 am Ende Vierter wurde. Trotz allem bleibt Tomac nach vier Runden weiterhin an der Spitze der Meisterschaft.
