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GP-Fahrerlager - Fantic Factory Racing

Fantic Factory Racing bereit für die WM 2026: Neues Kapitel mit Forato und Van Doninck

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Lesedauer: 3 min

Das Team Fantic Factory Racing MXGP steht in den Startlöchern für die FIM Motocross-Weltmeisterschaft 2026. Diese startet in nur zehn Tagen am 7. und 8. Märt mit dem Großen Preis von Argentinien und umfasst 19 Aufeinandertreffen in 17 Länder auf fünf Kontinenten.

Nach starken Leistungen in der Vorsaison, darunter Rang zwei bei der Internationalen Italienischen Motocross-Meisterschaft, blickt das neu formierte Werksteam optimistisch auf die bevorstehenden Aufgaben.

Neue Struktur, neues Fahrerduo

Fantic geht mit einer neu strukturierten Mannschaft und einer komplett neuen Fahrerpaarung in die Saison. Alberto Forato und Brent Van Doninck pilotieren 2026 die Fantic XXF 450. Geleitet wird das Team vom ehemaligen 500-ccm-Weltmeister Jacky Martens.

GP-Fahrerlager Fantic Factory Racing

Die Vorbereitung war geprägt von intensiver Entwicklungsarbeit und einem fokussierten Winterprogramm. Die enge Zusammenarbeit zwischen Team, Fahrern und der hauseigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Fantic Racing soll das technische Potenzial der XXF 450 weiter ausschöpfen.

Forato: „Das Gesamtpaket passt perfekt zu mir“

Für Alberto Forato hat der Saisonauftakt eine besondere Bedeutung: „Der Saisonauftakt ist immer etwas Besonderes, aber nach allem, was ich durchgemacht habe, wird er dieses Jahr noch viel wichtiger sein! Ich bin bereit, wieder am Start zu stehen. Wir arbeiten weiterhin hart, und ich fühle mich mit meiner Fantic XXF 450 schon jetzt richtig wohl. Das Gesamtpaket passt perfekt zu mir, und ich habe Spaß am Fahren.“

GP-Fahrerlager Fantic Factory Racing

Mit Blick auf die lange Saison setzt der 25-jährige Italiener klare Prioritäten: „Ich möchte bei jedem Rennen dieser Saison dabei sein, und gesund zu bleiben, hat für mich oberste Priorität. Das Niveau in der MXGP ist sehr hoch, aber ich werde alles geben, um so weit vorne wie möglich mitzufahren.“

GP-Fahrerlager Fantic Factory Racing

Der zweite Platz bei der Internationalen Italienischen Motocross-Meisterschaft diente vor allem als Standortbestimmung: „Nach so langer Pause hatte ich keine wirklichen Erwartungen an die Ergebnisse; ich wollte einfach nur sehen, wie es sich anfühlt und so viele Informationen wie möglich über das neue Motorrad sammeln. Alles lief gut, und der Podiumsplatz hat mich für die kommende Saison noch mehr motiviert.“

Van Doninck: „Ich möchte mich auf Konstanz konzentrieren“

Für Brent Van Doninck bedeutet 2026 der Aufstieg zum offiziellen Werksfahrer innerhalb des Teams: „Ich bin sehr zuversichtlich für die neue Saison. Ich bleibe im selben Team, werde aber ab 2026 als Werksfahrer eingesetzt, für mich läuft alles perfekt.“

GP-Fahrerlager Fantic Factory Racing

Der 30-jährige Belgier sieht in der XXF 450 großes Potenzial: „Ich bin überzeugt, dass ich mit der Fantic XXF 450 den nächsten Schritt machen kann. Ich fühle mich wohl auf dem Motorrad, und die Atmosphäre im gesamten Fantic-Team ist super.“

Sein Fokus liegt klar auf Beständigkeit: „Dieses Jahr möchte ich mich vor allem auf Konstanz konzentrieren – bei jedem Rennen präsent sein. Es wird wichtig sein, gesund zu bleiben, um die Meisterschaft mit einem guten Gesamtergebnis stark abzuschließen. Nach den letzten drei Jahren ist das in dieser Saison besonders wichtig für mich.“

GP-Fahrerlager Fantic Factory Racing

Vor dem WM-Start steht noch am kommenden Sonntag das Vorbereitungsrennen im niederländischen Lierop auf dem Programm, ehe es ernst wird.

Martens: „Ein neues Kapitel für unser Team“

Teamchef Jacky Martens spricht von einem strategischen Neustart: „Diese Saison markiert den Beginn eines neuen Kapitels für unser Team. Wir haben gemeinsam mit unseren Mitarbeitern und allen bei Fantic intensiv daran gearbeitet, uns bestmöglich auf den bevorstehenden MXGP-Saisonauftakt in Argentinien vorzubereiten.“

Besonders hebt er die Zusammenarbeit mit der Werksstruktur hervor: „Die Möglichkeit, wieder eng mit einem Werksteam zusammenzuarbeiten, ist für uns ein Traum, und ich bin wirklich beeindruckt von der Professionalität der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Fantic.“

Mit Blick auf das stark besetzte Starterfeld ergänzt er:„Mit qualifizierten Mitarbeitern, modernsten Einrichtungen und unserer gemeinsamen Erfahrung bin ich sicher, dass wir das Maximum aus einem bereits bewährten Paket herausholen und Alberto und Brent in einem hart umkämpften MXGP-Feld optimal positionieren können.“

Guarneri: „Die ersten Rennen werden die Bewährungsprobe“

Auch Davide Guarneri, Motocross-Manager von Fantic Racing, unterstreicht die Bedeutung der strukturellen Veränderungen: „Vor der neuen Saison gab es bedeutende Änderungen in unserem MXGP-Projekt: Wir haben eine neue Teamstruktur und zwei neue Fahrer. Unverändert geblieben ist unsere Einstellung zu dieser Herausforderung.“

Die technische Basis sei stark, nachdem im Vorjahr Rang drei in der Meisterschaft erreicht wurde. Für 2026 habe man „kleine Optimierungen vorgenommen“ und sehe weiteres Entwicklungspotenzial. „Die ersten MXGP-Rennen werden die wahre Bewährungsprobe sein, aber das erste Feedback ist vielversprechend. Wir sind mit einem zweiten Platz bei der Italienischen Motocross-Meisterschaft gut gestartet, sind uns aber auch bewusst, dass die Weltmeisterschaft eine noch größere Herausforderung darstellt.“

Für Fantic ist es das dritte Jahr in der Königsklasse – mit klarer Zielsetzung: „Wir sind bereit, unser Bestes zu geben, um sicherzustellen, dass unsere Reise bestmöglich weitergeht.“

Jens Pohl
Jens Pohl
Online-Redakteur
Fotocredits
  • Bavo Swijgers
  • Cross Magazin
Textcredits
  • Jens Pohl

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