Bei dem in Nashville, Tennessee, als Tagesveranstaltung absolvierten dreizehnten Aufeinandertreffen der Monster Energy AMA Supercross Championship 2026 zeigte Ken Roczen wieder eine kämpferische Leistung. Der Progressive Insurance Cycle Gear Ecstar Suzuki-Pilot belegte im 450SX-Hauptrennen Rang drei und verbesserte sich in der Meisterschaftswertung auf den zweiten Gesamtrang.

Nachdem der 32-jährige Thüringer im Zeittraining der „Big Boys“ zu den drei schnellsten Fahrern gehörte, beendete Ken Roczen den zweiten Vorlauf trotz suboptimalen Start und einem Sturz als Vierter und sicherte sich somit eine relativ gute Ausgangsposition für das Hauptrennen über zwanzig Minuten plus eine Runde.
Frühe Führung und lange Kontrolle
In diesem erwischte der Mann mit der Startnummer #94 einen hervorragenden Start und übernahm früh die Spitzenposition im Fahrerfeld. Auf der trockenen und technisch anspruchsvollen Strecke kontrollierte er das Rennen über weite Strecken und setzte sich zunächst erfolgreich gegen die Konkurrenz durch. Bis gegen Mitte des Hauptrennens führte der „Kickstart Kenny“ die Konkurrenz an und hielt Kurs auf ein weiteres Top-Ergebnis.

Rückschlag und starke Aufholjagd
Zu Beginn der zweiten Rennhälfte musste Roczen jedoch einen Rückschlag hinnehmen. Erst verlor er die Führung und kam zudem wenig später zu Sturz. Dadurch rutschte er zwischenzeitlich aus den Podiumsrängen.
Doch Roczen reagierte schnell, nahm das Rennen unmittelbar wieder auf und startete eine entschlossene Aufholjagd. Mit einem entscheidenden Überholmanöver sicherte er sich schließlich Platz drei und brachte damit einen wichtigen Podiumsplatz ins Ziel.

„Ein harter Tag“ – Ken Roczen ordnet das Rennen ein
„Es war ein ziemlich harter Tag. Es ging sehr früh los, und wir wussten aufgrund des Wetters, dass die Strecke sehr trocken sein würde. Nach einem harten Vorlauf hatten wir immer noch große Hoffnungen für das Hauptrennen“, erklärte Roczen nach dem Rennen.
Mit Blick auf den Rennverlauf ergänzte er: „Ich führte einige Runden lang und hatte vor, den zweiten Platz nach Hause zu fahren, aber ich machte einen kleinen Fehler und stürzte. Ich konnte schnell wieder aufstehen, mich wieder auf den dritten Platz vorarbeiten und auf dem Podium landen. Es war nicht unser bester Tag, aber ein Podiumsplatz ist immer gut.“
„Insgesamt war es ein wirklich solider Tag für das Team“, fasste Teamchef Dustin Pipes die Geschehnisse in Nashville zusammen. „Ken führte einen Großteil des Hauptrennens an und sicherte sich dennoch einen Podiumsplatz, was für die Meisterschaft enorm wichtig ist. Wir liegen nun vier Rennen vor Schluss zehn Punkte hinter dem Tabellenführer und das ist eine gute Ausgangsposition. Wir sind auf dem richtigen Weg und wollen diese letzten Rennen stark beenden.“
Wichtige Punkte im Titelkampf
Trotz seines Fahrfehlers nimmt Ken Roczen wertvolle Punkte aus Nashville mit. Vier Rennen vor Saisonende liegt er nun auf Rang zwei der Gesamtwertung und wahrt damit seine Chancen im Titelkampf der 450SX-Klasse.
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