Nate Thrasher gewinnt in Cleveland trotz schwierigem Saisonstart nach Verletzung. Yamaha belegt das komplette Podium, Rookie Landen Gordon glänzt mit Platz zwei.
Mit seinem Sieg beim Supercross in Cleveland hat Nate Thrasher nicht nur seine beeindruckende Erfolgsserie verlängert, sondern auch ein starkes Zeichen für die Zukunft gesetzt. Der Fahrer von Monster Energy Yamaha Star Racing gewann damit in jedem seiner sechs Jahre im 250SX mindestens ein Rennen. Besonders brisant: Für die Saison 2027 besitzt Thrasher aktuell noch keinen Vertrag. Der Triumph kommt also genau zum richtigen Zeitpunkt. Bleibt er bei Yamaha oder öffnet sich für ihn die Tür bei einem anderen Team?
Dabei war sein Saisonstart alles andere als einfach. Thrasher galt vor dem Auftakt als Titelkandidat, doch intern kämpfte er schon seit der Offseason mit einer Schulterverletzung – ohne daraus großes Thema zu machen. Entsprechend holprig verliefen die ersten Rennen mit Ergebnissen außerhalb seiner Erwartungen. Erst nach und nach kam heraus, warum der sonst so schnelle US-Amerikaner nicht in Topform war.
„Ich wusste nicht wirklich, was los war, es wurde einfach deutlich schlimmer und wir wussten nicht, was die Lösung oder das Problem war. Also haben wir damit gekämpft. Ich kam in die Saison und wollte obviously gewinnen, aber das lief nicht nach Plan.“


Mittlerweile scheint Thrasher wieder auf Kurs zu sein. Nach ansteigender Form in den vergangenen Wochen belohnte er sich in Cleveland mit dem Gesamtsieg.
„Es ist nicht mein erster Sieg, aber es ist cool, die Serie am Leben zu halten. Ich habe jedes Jahr gewonnen, in dem ich gefahren bin.“
Für Yamaha wurde das Rennen sogar zur Machtdemonstration. Landen Gordon fuhr bei erst seinem zweiten Profi-Rennen direkt aufs Podium. Nach seinem schwierigen Debüt in Nashville zeigte der Nachwuchsfahrer starke Nerven und konstant schnelle Läufe. Mit den Platzierungen 4-2-2 sicherte er sich Rang zwei in der Gesamtwertung – ein Statement des Youngsters.
„Ich musste den Moment genießen. Es war ein langer Weg und das so früh zu schaffen… Ich glaube an mich und ich habe das beste Team hinter mir. Es fühlt sich surreal an, weil ich so lange darauf hingearbeitet habe.“

Auch unter wechselnden Bedingungen blieb Gordon cool und wirkte bereits erstaunlich routiniert.
„Das Star Racing Team hat großartige Arbeit geleistet, damit ich mich auf dem Bike wohlfühle und ehrlich gesagt fühlte ich mich den ganzen Tag großartig. Am Motorrad musste ich nichts ändern, obwohl sich die Strecke stark verändert hat.“
Komplettiert wurde das Yamaha-Traumergebnis durch Cole Davies. Der Meisterschaftsführende hatte zwar mit Problemen zu kämpfen, rettete aber dennoch Rang drei in der Triple-Crown-Wertung. Damit belegte Monster Energy Yamaha Star Racing tatsächlich das gesamte Podium in Cleveland.
Während Gordon als nächstes großes Talent gehandelt wird und Davies weiter die Meisterschaft anführt, hat Thrasher vor allem eines gezeigt: Wenn er fit ist, kann er jederzeit gewinnen. Genau das dürfte auch bei den Vertragsgesprächen für 2027 niemand übersehen haben.
