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Jeffrey Herlings wurde wieder zu „The Bullet“

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Lesedauer: 2 min

Herlings zündet den Turbo und holt sich den Sieg in Trentino. Im Titelkampf ist das ein echtes Statement und verkürzt den Abstand zu Lucas Coenen auf vier Punkte.

Jeffrey Herlings hat in Trentino einmal mehr gezeigt, warum er zu den stärksten Fahrern im Fahrerlager zählt. Mit den Plätzen eins und zwei sicherte sich der Niederländer den Gesamtsieg – sein bereits 114. Grand-Prix-Sieg. Besonders im ersten Lauf lieferte Herlings eine Show ab: Nach einem Start im Mittelfeld kämpfte er sich durchs Feld, schloss zur Spitze auf und legte dort plötzlich noch einmal deutlich zu. Zeitweise war er pro Runde rund vier Sekunden schneller als die Führenden.

Schon nach Rang neun im Qualifikationsrennen war klar, dass die Startplatzwahl schwierig werden würde. Auf der Strecke in Pietramurata verlor der HRC-Pilot direkt nach dem Gatter wieder Positionen. Doch Herlings blieb ruhig, suchte clevere Linien und fand gut in seinen Flow. Runde für Runde arbeitete er sich nach vorne.

Dann kam die entscheidende Phase im ersten Lauf: Herlings fand seinen Rhythmus, überholte einen Fahrer nach dem anderen und zog an der Spitze sofort weg. Ein klassischer Herlings-Lauf, wenn er einmal in Fahrt kommt.

Auch im zweiten Rennen musste er erneut aufholen. Von Platz zehn ging es bis auf Rang zwei nach vorne. Tim Gajser konnte er am Ende nicht mehr ganz stellen, doch für den Tagessieg reichte es trotzdem souverän. Gleichzeitig machte Herlings im Titelkampf wichtige Punkte auf Lucas Coenen gut.

Im Interview mit MXLarge sagte Herlings danach: „Ich muss an meinen Starts arbeiten, aber meine Geschwindigkeit war das ganze Wochenende wirklich gut. Ich kam im ersten Lauf von Platz 15 auf eins und im zweiten Lauf von Platz 10 auf zwei, also war es gut.“

Über seine starke Pace im ersten Lauf sagte er: „Ich war die ganze Zeit im Verkehr und habe dadurch gute Linien gefunden. Irgendwann hatte ich einfach einen guten Flow und war zwei oder drei Sekunden schneller als alle anderen.“

Auch das Thema Starts sprach der Niederländer offen an: „Wenn ich Starts wie Tom oder Prado hätte, dann hätte ich noch mehr Siege. Das ist eines der wenigen Dinge in meiner Karriere, das nicht immer gut war.“

Seine Motivation ist weiterhin riesig: „Viele Leute fragen mich, warum ich das nach 17 Jahren noch mache. Aber ich liebe es immer noch. Ich habe noch so viel Leidenschaft dafür.“

Mit dieser Leistung hat Herlings der Konkurrenz ein klares Signal geschickt. Wenn die Starts künftig besser passen, wird er im Titelkampf noch gefährlicher.

Kai Schulte-Lippern
Kai Schulte-Lippern
Fotocredits
  • MXGP
Textcredits
  • Kai Schulte-Lippern

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