Loading Cross Magazin Logo
Handy drehen
Jetzt Abonnieren
12 Ausgaben für nur 70€
+Prämie aussuchen
Kategorien
Präsentiert von

Hunter Lawrence wankt in Cleveland

Artikel lesen
Lesedauer: 2 min

Hunter Lawrence erlebt in Cleveland einen wilden Abend, rettet aber wichtige Punkte. Vor den letzten drei Rennen trennt ihn nur noch ein Zähler von Ken Roczen.

Hunter Lawrence hatte in Cleveland eigentlich alles im Griff – und stand am Ende trotzdem mit gemischten Gefühlen da. Beim Triple Crown startete der Australier stark, kassierte später jedoch mehrere Rückschläge. Weil Ken Roczen den Gesamtsieg holte, ist der Kampf um die 450SX-Meisterschaft jetzt spannender denn je.

Für Hunter Lawrence begann der Abend nahezu perfekt. Schnellster im Qualifying, starker Start im ersten Rennen, souveräner Laufsieg – Lawrence wirkte komplett in Kontrolle. Doch dann kam der Regen, die Strecke wurde rutschig und plötzlich lief nichts mehr nach Plan.

Im zweiten Rennen musste sich Lawrence nach einem schlechten Start durchs Feld kämpfen und rettete noch Rang fünf. Im dritten Lauf folgte dann das komplette Chaos: Erst ein Sturz in den Whoops, später noch eine Kollision mit einem anderen Fahrer. Statt vorne mitzumischen, kam der Honda-Pilot nur als 14. ins Ziel. Dank seiner starken ersten beiden Rennen reichte es insgesamt immerhin noch zu Platz sechs.

„Für dieses Triple Crown kam einiges an Wetter auf uns zu. Der Tag begann richtig gut, weil ich im Qualifying auf P1 war. Im ersten Rennen hatte ich einen guten Start und konnte mich absetzen. In Rennen zwei und drei hatte ich dann nicht die besten Starts, bekam nicht die Traktion, die ich gebraucht hätte, und habe es mir dadurch selbst schwer gemacht. Wenn du schlecht startest, gerätst du in schwierige Situationen. Im letzten Rennen ist dann alles auseinandergefallen. Ich bin im ausgefahrenen Whoops-Bereich gestürzt, danach ist mir noch ein anderer Fahrer ins Vorderrad gefahren.“

Honda-Teammanager Lars Lindstrom blieb trotz allem ruhig – und lobte vor allem die mentale Stärke seines Fahrers.

„Eine von Hunters größten Stärken ist seine mentale Fokussierung und seine Fähigkeit, ausgeglichen zu bleiben. Er dreht weder zu sehr auf, noch lässt er sich runterziehen. Er kann mit solchen Situationen emotional sehr gut umgehen. Ich glaube, für die letzten drei Rennen fühlt er sich stark genug, dass er der Mann ist. Und genauso sehe ich das auch. Ich bin für die letzten drei Rennen weiterhin sehr zuversichtlich.“

Klar ist aber auch: Die Starts müssen besser werden. Gerade bei nassen Bedingungen hatte Honda in Cleveland sichtbar Probleme. Lindstrom kündigte bereits an, daran intensiv zu arbeiten – auch weil die letzten drei Rennen erneut unter schwierigen Bedingungen stattfinden könnten.

Immerhin: Lawrence verlor trotz des chaotischen Finales nur neun Punkte auf Roczen. Genau das könnte am Ende entscheidend sein.

„Wir haben es geschafft, nur neun Punkte zu verlieren. Das fühlt sich deutlich besser an, als ich zunächst gedacht hatte – wenn man bedenkt, wie schlecht das letzte Rennen lief. Jetzt geht es weiter nach Philadelphia.“

Mit 286 Punkten führt Lawrence die Meisterschaft weiterhin hauchdünn vor Roczen (285) an. Dahinter lauern Cooper Webb, Eli Tomac und Justin Cooper. Drei Rennen vor Schluss ist klar: Dieser Titelkampf wird ein echter Krimi.

Kai Schulte-Lippern
Kai Schulte-Lippern
Fotocredits
  • Align Media
Textcredits
  • Kai Schulte-Lippern

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert