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Coenen Brüder wechseln in die USA

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Lesedauer: 3 min

Die Coenen-Brüder machen den nächsten großen Schritt: Ab 2027 kämpfen Lucas und Sacha Coenen für Red Bull KTM in der US-Serie.

Was sich nach ihrem starken Gastauftritt in Thunder Valley bereits angedeutet hatte, ist jetzt offiziell: Lucas und Sacha Coenen wechseln 2027 dauerhaft in die USA. Die belgischen Zwillinge haben ihre Verträge mit Red Bull KTM verlängert und werden künftig in der SuperMotocross Championship an den Start gehen.

Für die beiden 19-Jährigen bedeutet das einen gewaltigen Tapetenwechsel. Statt MXGP-Weltmeisterschaft stehen künftig Supercross-Stadien und die legendären US-Nationals auf dem Programm. Und dass die beiden dafür bereit sind, haben sie bei ihrem ersten Auftritt in den USA bereits eindrucksvoll gezeigt.

Lucas stieg in Thunder Valley auf die KTM 450 SX-F und mischte sofort vorne mit. Der Belgier fuhr starke 2-2-Ergebnisse ein und zeigte, dass er auch auf amerikanischem Boden mit der etablierten US-Elite mithalten kann. Für Lucas ist der Wechsel dabei der nächste Schritt einer ohnehin rasanten Karriere.

Nach zwei Jahren in der MX2 wurde er 2025 bereits in seiner Rookie-Saison MXGP-Vizeweltmeister. Nebenbei schrieb er Geschichte: Lucas wurde zum jüngsten Grand-Prix-Sieger der Königsklasse.

Auch sein Zwillingsbruder Sacha hat sich in der MX2 längst einen Namen gemacht. In den vergangenen drei Jahren gewann er jeweils mindestens einen Grand Prix und kämpft auch 2026 noch um den WM-Titel. In diesem Jahr durfte der KTM-Pilot sogar das Red Plate tragen.

Jetzt steht fest, dass beide Brüder künftig in unterschiedlichen Klassen unterwegs sein werden. Lucas übernimmt die KTM 450 SX-F in der 450er-Klasse, während Sacha in der 250er-Kategorie antreten wird. Welche Küste Sacha im Supercross fährt, ist aktuell noch offen.

Lucas kann den Start in sein neues Kapitel kaum erwarten: „Ich bin begeistert, bestätigen zu können, dass wir nächstes Jahr in den USA sein werden. Als wir in Thunder Valley waren, war es unglaublich und wir haben dem Team auch bei den GPs Ergebnisse geliefert, bis wir mit dem Hüftproblem etwas Pech hatten.“

Der Wechsel ist für ihn mehr als nur ein Teamwechsel: „2027 wird eine große Veränderung für die Familie sein, aber es ist ein Traum, diesen Schritt zu machen. Danke an alle bei Red Bull KTM, die dieses nächste Kapitel möglich machen.“

Auch Sacha blickt voller Vorfreude über den Atlantik. Trotzdem hat er die laufende MX2-Saison noch längst nicht abgehakt: „Super aufgeregt. Wir haben für den Rest der MX2-Saison noch große Ziele, aber die Bestätigung dieses Deals bedeutet, dass wir uns auf das Ziel konzentrieren und gleichzeitig alles für 2027 organisieren können.“

Auf die Umstellung ist der Belgier vorbereitet: „Es wird viel zu lernen geben, aber genau das wollen wir. Es ist sehr cool, diese Möglichkeit zu bekommen. Ich kann es jetzt schon kaum erwarten.“

Bei Red Bull KTM ist man überzeugt, dass die beiden in den USA den nächsten Entwicklungsschritt machen können. KTM-Offroad-Rennsportdirektor Robert Jonas sieht gerade darin eine Stärke des Werksteams: „Wir wissen, dass dies eine großartige Chance für Lucas und Sacha ist, neue Ziele in ihren noch jungen Karrieren zu erreichen, nachdem sie in ihren Grand-Prix-Kategorien in der Weltmeisterschaft die Spitze erreicht haben.“

Jonas ergänzt: „Eine der Stärken von Red Bull KTM ist, dass wir diese Möglichkeiten in verschiedenen Serien für talentierte Sieger wie die Coenen koordinieren und anbieten können. Wir glauben schon seit einiger Zeit an ihr Potenzial.“

Bevor es über den Atlantik geht, haben die beiden aber noch einiges auf der To-do-Liste. Vor allem Sacha ist mitten im MX2-Titelkampf. Und auch Lucas will die laufende Saison nach seinem starken Start in der Königsklasse mit weiteren Erfolgen abschließen.

Jonas bringt es passend auf den Punkt: „Es gibt noch einige Grand-Prix-Siege einzufahren, bevor für uns alle ein neues Abenteuer beginnt.“

Ab 2027 heißt es für die Coenen Brüder also: raus aus der MXGP-WM, rein in die US-Serie. Zwei junge Belgier, zwei Werks-KTMs und jede Menge neue Strecken warten.

Kai Schulte-Lippern
Kai Schulte-Lippern
Fotocredits
  • Red Bull
  • Align Media
  • KTM
Textcredits
  • Kai Schulte-Lippern

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