Die CROSS FINALS 2026 stehen direkt vor der Tür und bereits am kommenden Wochenende wird in Tessin in Mecklenburg-Vorpommern erneut die schnellste Regio-Rennserie des Landes gekürt! Was die Fans erwartet, wer die Favoriten sind und warum diese CROSS FINALS alles durcheinanderwürfeln könnten, erfahrt ihr hier!

Unbekanntes Terrain:
Die CROSS FINALS finden 2026 in Tessin und damit in Mecklenburg-Vorpommern statt. Der Austragungsort allein könnte dabei eine nicht zu kleine Rolle für die schlussendlichen Ergebnisse spielen. Zwar ist die Piste „am Echoberg“ keine Tiefsandstrecke, allerdings ist das Geläuf durchaus mehr als nur Mischboden und könnte das Feld so nach den Hartbodenstopps der letzten Jahre ordentlich durcheinander mischen. Schaut man allein auf die Austragungsorte aller CROSS FINALS seit den Covid-Jahren, findet man ausschließlich Hartbodentracks in der Auswahl und auch in der gesamten 2010er-Ära lässt sich keine wirkliche Sandstrecke als Austragungsort finden.
Tessin ist 2026 damit ein historischer Schauplatz und hat Potenzial, alles, was wir über den Favoritenkreis der CROSS FINALS wissen, völlig auf den Kopf zu stellen. Gerade für die reinen Hartbodenserien wie den MSR, Südbayern-Cup oder die Baden-Württembergische Motocross-Meisterschaft wird die Aufgabe daher sehr schwer, während im Gegenzug nach langen Jahren des Wartens nun auch endlich einmal die Sandhasen des Nordens profitieren.
Mission Titelverteidigung?
Wenn wir auf die einzelnen Teams schauen, müssen wir natürlich mit den Titelverteidigern anfangen. Die Sachsen-Meisterschaft feierte in Westerhausen einen Überraschungssieg in Reinform. Nachdem es in den drei Jahren zuvor nicht mal für ein Top-10-Ergebnis reichte, kehrte man in den bekannten Gefilden in Sachsen-Anhalt zu alter Stärke zurück und wiederholte den Erfolg aus 2019 in Magdeburg. Besonders die Konstanz brachte ihnen dort im letzten Jahr am Ende den Titel ein. So platzierte man in drei von vier Klassen jeweils mindestens einen Fahrer auf dem Podium und baute sich so ein nicht mehr einholbares Punktepolster auf. Einzig in der MX1-Kategorie waren ein paar Kratzer in der scheinenden Rüstung zu erkennen.
Doch mit einem Blick auf das diesjährige Aufgebot scheinen diese längst wieder aufpoliert: Mit Edward Hübner holt man sich für 2026 den Fünftplatzierten aus Westerhausen ins Boot, der obendrein von Marek Krejci unterstützt wird, welcher letztes Jahr noch den dritten Gesamtrang in der MX2 belegte und nun in der Königsklasse seine Künste unter Beweis stellen will. Allgemein findet man sehr viele Titelverteidiger aus dem letzten Jahr im aufgestellten Kader: Etwa CROSS FINALS-Dauerbrenner Jimmy Opitz in der MX2 oder Bennet Bergmann in der 85er-Klasse werden von ein paar frischen neuen Gesichtern unterstützt, die allerdings auch teils bereits CF-Luft schnuppern durften.
Kurzum: Sachsen ist nicht nur der amtierende Champion, sondern auch 2026 der absolute Top-Favorit: Ein starkes Lineup, erfahrene Piloten gemischt mit neuen Gesichtern und vor allem die Vielseitigkeit der Serie mit bereits genügend Sanderfahrung machen die roten Nummerntafeln zum Hauptfavoriten in diesem Jahr – auch ohne NGMX heißt es also einmal mehr: Es gilt, die schnellen Sachsen zu schlagen, manche Dinge ändern sich wohl nie.

Heimvorteil, die Erste
Ein Team, welches diesen Status quo auf jeden Fall ändern möchte, ist Mecklenburg-Vorpommern. Die Vizemeister aus 2025 sind die Hausherren der diesjährigen FINALS und haben sich diesen Heimvorteil auch mehr als verdient. Meck-Pomm gehört zu den konstantesten Serien der FINALS-Geschichte und platzierte sich allein in den letzten fünf Jahren vier Mal in den Top-5, mit dem schlechtesten Ergebnis 2022, wo man „nur“ Achter wurde. Obwohl die Serie normalerweise als fast reine Sandserie bekannt ist, überzeugt man Jahr für Jahr auf den teils betonharten Pisten der Ausrichter. Was kann nun also passieren, wenn man endlich einmal auf bekanntem Terrain unterwegs ist?
Die Sterne stehen mehr als nur gut für Meck-Pomm und neben dem Untergrund werden sicherlich auch die heimischen Fans für einen möglichen Erfolg eine große Rolle spielen. Das Team bleibt dabei ähnlich wie das der Sachsen bei einigen Klassen fast unverändert, während woanders frische Namen die Mannschaft ergänzen. Gerade die MX2 ist mit Dino Skoppek und Niklas Ohm natürlich wieder besonders gefährlich, aber auch die MX1 und die Jugendklassen sind nicht zu unterschätzen. Die Mecklenburg-Vorpommern-Teams glänzten in der Vergangenheit, genauso wie bei ihren Gesamtergebnissen, vor allem durch Konstanz und das muss auch 2026 wieder der Schlüssel zum Erfolg sein.

Heimvorteil, die Zweite?
Berlin-Brandenburg ist zwar nicht Ausrichter der diesjährigen FINALS, rein auf dem Papier unterscheidet sie jedoch wenig von den Hausherren aus Meck-Pomm. Die beiden Serien fahren über das Jahr verteilt viele gemeinsame Rennen, wodurch sich nicht nur die Piloten bestens kennen, sondern auch die Strecken bestens bekannt sind. Berlin-Brandenburgs Erfolg im letzten Jahr in Westerhausen kam dabei im Vergleich zu Meck-Pomm allerdings eher überraschend und war vom Sensationslevel fast mit dem Sieg der Sachsen gleichzusetzen. So gelang es auch ihnen in den vier Jahren zuvor nicht ein einziges Mal, in die Top-10 einzudringen, während man dann 2025 urplötzlich auf dem Podium stand.
Gerade deshalb ist wahrscheinlich auch ein erneutes Podium eher die Zielsetzung, als in Richtung Titel zu gehen, wobei man auch hier das Team nicht unterschätzen sollte. Robert Riedel führt in der MX1 erneut die Mannschaft ins Rennen und finishte letztes Jahr auf dem dritten Gesamtrang in der Fahrerwertung. Auch in den anderen Klassen könnte es einiges an Überraschungen geben, unter anderem eventuell durch John Brandin (85ccm) oder Dylan Kummrow (65ccm). Gerade jetzt auf sandigem Untergrund!

Weitere Favoriten:
Wie oben bereits beschrieben, ist es wohl in diesem Jahr so hart wie noch nie, eine gute Vorhersage zu treffen, gerade wenn man auf das weitere Favoritenfeld schaut. Zumindest zu erwähnen wäre hier aber definitiv noch der Nordrhein MX Cup. Von allen Serien, die nicht im Norden des Landes aufzufinden sind, haben die Ruhrpotter wohl die beste Sanderfahrung und weisen ohnehin bereits Jahr für Jahr ein bärenstarkes Team auf. Schaut man allein in die MX1, startet man mit dem Gesamtsieger aus 2023 – Ben Gosepath – sowie dem Gesamtzweitplatzierten aus dem letzten Jahr – Robin Lang. Wer kann da mithalten?
Das größte Problem des Nordrhein MX Cup war im letzten Jahr allerdings die Konstanz. Obwohl man sowohl in der MX1 als auch in der 65ccm-Kategorie den Sieger der Einzelwertung stellte, kam man im Gesamtergebnis nicht über einen achten Platz hinaus. Auch 2026 werden wir deshalb bestimmt wieder NMX-Cup-Fahrer an der Spitze des Feldes erleben, die Frage ist nur, ob auch das Teamgefüge dem beisteuert.

Immer im Kreis der Favoriten zu erwähnen ist ebenfalls der MSR. Historisch gesehen gehört man zu einer der besten Serien bei den CROSS FINALS. Doch nach einem eher ernüchternden siebten Platz in Westerhausen stehen die Chancen im Sand von Tessin für die reine Hartbodenserie eher schwierig. Das aufgestellte Team kann sich gerade in den großen Klassen einmal mehr richtig sehen lassen und hier ist auch zu erwähnen, dass sich einige der nominierten Fahrer aus den anderen Serien beim Versuch der Qualifikation über den MSR schlichtweg die Zähne ausgebissen haben, was für die Klasse und Dichte der Meisterschaft steht.
Dennoch bleiben erneut Fragezeichen bei den Jugendklassen zurück. Speerspitze Olexander Kyienko gehört zwar zu den absoluten Favoriten auf die Einzelwertung bei den 85ern, die gesamtgesehene Konstanz ist auch nach den letzten Jahren in diesem Bereich jedoch zu hinterfragen.
Sachsen-Anhalt ist ebenfalls ein echter CF-Dauerbrenner. Die Hausherren des letzten Jahres sind auf Revanche aus und kommen mit einem durchweg starken Team daher. Auch sie zeichnet, wie die Sachsen selbst, ihre Vielseitigkeit aus, welche ihnen auch im Sand von Tessin behilflich sein könnte. Auch DJFM oder DAMCV könnten in Tessin überraschen, wenn man den Untergrund und das eventuelle Schwächeln von normalerweise großen Namen aus dem reinen Hartbodensegment betrachtet.
Das war natürlich nur ein kleiner Ausblick auf die möglichen Favoriten im Hinblick auf die Podiumsplatzierungen im letzten Jahr. Am Ende des Tages kann im Vorfeld viel geschrieben und gesagt werden, erst wenn die Gatter am Sonntagmorgen in Tessin fallen, wird sich zeigen, wer das Zeug hat, die schnellste Regio-Rennserie des Landes 2026 zu sein!
Doch was denkt ihr: Kommt der Sieger in diesem Jahr erneut aus Sachsen? Wird die Heimmannschaft aus Meck-Pomm endlich wieder auf dem Platz an der Sonne stehen dürfen oder überrascht eine völlig andere Mannschaft am Ende?

Wer sein Team unterstützen und sich das Saisonhighlight des Jahres nicht entgehen lassen möchte, der kann immer noch Tickets an der Tageskasse ergattern. Direkte Ergebnisse und weitere Informationen zum Event findet ihr zudem auf www.crossfinals.de und auf unseren Social-Media-Kanälen.
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