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FIM Motocross of Nations 2026 in Ernée

Nachträgliche Disqualifikation: Großbritannien verliert Platz sieben beim MXoN 2026

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Lesedauer: 2 min

Rund einen Monat nach dem Monster Energy FIM Motocross of Nations 2026 im französischen Ernée hat die Fédération Internationale de Motocyclisme (FIM) die nachträgliche Disqualifikation des britischen Nationalteams bekanntgegeben.

Grund dafür ist eine nicht regelkonforme Kraftstoffprobe aus dem Motorrad von Ben Mustoe. Damit verliert das von Mark Chamberlain geleitete Trio mit Ben Taylor Hammal (MXGP), Ben Mustoe (MX2) und Ben Watson (Open) seinen ursprünglich erreichten siebten Platz in der Nationenwertung. Sowohl die offizielle Mitteilung der FIM als auch die Stellungnahme der britischen Auto-Cycle Union (ACU) wurden erst am heutigen 5. November veröffentlicht.

Auslöser der Entscheidung waren technische Kraftstoffkontrollen, die der FIM-Technische Direktor gemeinsam mit den technischen Stewards der FIM und des nationalen Veranstalters im Anschluss an die Veranstaltung vom 3./4. Oktober durchgeführt hatte. Dabei wurden insgesamt neun Motorräder aus den drei Klassen MXGP, MX2 und Open nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Neben Ben Mustoe betraf dies Aaron Tanti (Australien), Cooper Webb (USA), Lucas Coenen (Belgien), Ferruccio Zanchi (Italien), Karlis Albertis Reisulis (Lettland), Francisco Garcia (Spanien), Camden Mc Lellan (Südafrika) und Roan van de Moosdijk (Niederlande).

Bei der Untersuchung entsprach ausschließlich die Kraftstoffprobe von Mustoe nicht den geltenden FIM-Bestimmungen und Spezifikationen. Sie ließ sich keiner der von der FIM zertifizierten Rennkraftstoffkategorien zuordnen und verstieß damit gegen das FIM-Kraftstoffreglement sowie das Motocross-Reglement und dessen Technische Bestimmungen.

Die Rennleitung beschloss daraufhin, Mustoe gemäß den einschlägigen Regelwerksartikeln von der gesamten Veranstaltung zu disqualifizieren. Da die Bestimmungen in diesem Fall auch den Ausschluss der Nation des betreffenden Fahrers vorsehen, wurde die komplette britische Mannschaft aus der Wertung genommen. Damit verliert Team Great Britain sämtliche Meisterschaftsergebnisse, Trophäen und Preise.

ACU und TeamGB akzeptieren Entscheidung

In ihrer heute veröffentlichten Erklärung bestätigte die ACU die Disqualifikation und stellte klar, dass sowohl der Verband als auch TeamGB die Entscheidung der Rennleitung anerkennen und akzeptieren.

Zugleich betonte die britische Motorsportorganisation, dass es keinerlei Anzeichen dafür gebe, dass die Unregelmäßigkeit einen Wettbewerbsvorteil verschafft habe oder auf einem vorsätzlichen Versuch des Teams oder der Fahrer beruhe, die Regeln zu umgehen. „Es wird kein vorsätzliches Fehlverhalten vorgeworfen, und wir haben weiterhin vollstes Vertrauen in die Professionalität und Integrität von TeamGB“, heißt es in der Stellungnahme. Gleichzeitig unterstrichen ACU und TeamGB: „Dennoch ist die Einhaltung der technischen Regeln absolut notwendig.“

Die Umstände, die zu der Beanstandung geführt haben, sollen nun eingehend untersucht werden. ACU und TeamGB kündigten an, eng mit den zuständigen Behörden und weiteren Beteiligten zusammenzuarbeiten, um die Ursache zu klären und eine Wiederholung zu verhindern.

Da innerhalb der vorgeschriebenen Frist kein Einspruch gegen die Entscheidung der FIM-Rennleitung eingelegt wurde, ist die Disqualifikation endgültig. Durch die Disqualifikation von Großbritannien rutschte Team Deutschland von Rang 16 auf Platz 15.

Nationenwertung nach der Disqualifikation von Team Great Britain

1. Belgien, 23 Punkte
2. Spanien, 26
3. Niederlande, 34
4. Lettland, 52
5. USA, 53
6. Italien, 68
7. Schweiz, 82
8. Australien, 87
9. Frankreich, 89
10. Schweden, 94
11. Slowenien, 108
12. Estland, 108
13. Kanada, 109
14. Südafrika, 111
15. Deutschland, 124
16. Brasilien, 130
17. Slowakei, 139
18. Österreich, 142
19. Dänemark, 93
20. Tschechien, 10
21. Japan, 11
22. Finnland, 13
23. Norwegen, 19
24. Irland, 25
25. Marokko, 33
26. FIM Lateinamerika, 36
27. Litauen, 37
28. Kroatien, 41
29. Mexiko, 56
30. Ukraine, 57
31. Island, 57
DQ Großbritannien

Jens Pohl
Jens Pohl
Online-Redakteur
Fotocredits
  • Infront Moto Racing
Textcredits
  • Jens Pohl

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