In den vergangenen Tagen haben uns zahlreiche Nachrichten zur Terminüberschneidung der CROSS FINALS 2026 mit den ADAC MX Masters erreicht. Viele Fans, Fahrer und Unterstützer äußern Sorgen um den Sport, um Vereine, Sponsoren und die mediale Berichterstattung. Diese Bedenken nehmen wir ernst und möchten die Situation transparent und nachvollziehbar einordnen.
Zunächst ist klar: Eine Terminüberschneidung zweier großer Veranstaltungen ist nie ideal. Auch für uns nicht. Sie bringt organisatorische Herausforderungen mit sich, von Personalfragen über Dienstleister bis hin zur medialen Begleitung. Eine bewusste Konkurrenzveranstaltung war und ist jedoch zu keinem Zeitpunkt unsere Absicht gewesen.
Der feste Termin der CROSS FINALS
Die CROSS FINALS finden seit ihrer Premiere ausnahmslos am letzten oder vorletzten Augustwochenende statt. Dieser Termin ist seit über zehn Jahren fester Bestandteil des nationalen Rennkalenders. Serien, Vereine und Fahrer kennen diesen Zeitraum seit Jahren und beachten diesen in der Regel in ihrer Planung.

Rahmenbedingungen beim Ausrichter
Hinzu kommt ein organisatorischer Faktor: Unser ausrichtender Verein, der MCC Tessin, kann vor dem 16. August 2026 keine Veranstaltung durchführen. Der Grund ist schlicht und nachvollziehbar: Ein Großteil der ehrenamtlichen Helfer befindet sich in den Sommerferien oder im Urlaub. Eine Großveranstaltung dieser Größenordnung ist ohne die volle Unterstützung des Vereins nicht realisierbar. Das mögliche Zeitfenster beginnt für uns also realistisch erst ab dem 15. August.
Konkrete Terminsituation im August und September 2026
Ab diesem Zeitpunkt ist der Kalender bereits dicht belegt. Rund um das betreffende Wochenende finden folgende Veranstaltungen statt:
Wochenende vor den CROSS FINALS (22./23.08.): DMX in Ueckermünde
Wochenende CROSS FINALS (29./30.08.): ADAC MX Masters Vellahn
Wochenende nach den CROSS FINALS (05./06.09.): DMX in Teutschenthal
Zwei Wochen später (12./13.09.): DMX in Holzgerlingen
Drei Wochen später (19./20.09.): DMX in Thurm
Anschließend (26./27.09.): ADAC MX Masters Serienfinale in Fürstlich Drehna
Zu guter Letzt (03./04.10.): Motocross of Nations 2026 Ernée
Damit standen weder Ende August noch im gesamten September realistisch freie und konfliktarme Ausweichtermine zur Verfügung. Trotz dessen, dass wir bereit wären, von unserem Traditionstermin (letztes oder vorletztes Augustwochenende) abzuweichen, gibt es also keine Alternative, die weniger Probleme machen würde. Ganz im Gegenteil:
Abwägung aus Fahrersicht
Ein wesentlicher Punkt in unserer Entscheidung war die Struktur der Starterfelder. Ein großer Teil der Nachwuchsfahrer bei den CROSS FINALS ist parallel in der DMX aktiv. Eine Überschneidung mit bestimmten DMX-Terminen hätte somit deutlich mehr regionale Fahrer unmittelbar betroffen.
Organisatorisch wäre eine Überschneidung mit der DMX für uns zwar einfacher gewesen. Sportlich und mit Blick auf die betroffenen Fahrer halten wir sie jedoch für problematischer.
Vor diesem Hintergrund haben wir abgewogen, welche Lösung das geringere Übel darstellt.

Austausch mit dem ADAC
Selbstverständlich standen und stehen wir im Austausch mit Vertretern des ADAC. Wir haben unsere Historie und die Rahmenbedingungen transparent dargelegt und auch signalisiert, dass wir grundsätzlich bereit gewesen wären, unseren Termin um eine Woche vor- oder zurückzuverlegen, sofern eine der betroffenen DMX-Veranstaltungen entsprechend verschoben worden wäre. Eine entsprechende Lösung ist jedoch nicht zustande gekommen.
Unser Selbstverständnis
Das CROSS Magazin arbeitet seit jeher für den Motocross-Sport und nicht gegen ihn. Wir verfolgen kein anderes Ziel, als dem Sport eine Bühne zu geben, Nachwuchs zu fördern und Vereine zu stärken. Auch uns gefällt die aktuelle Situation nicht. Gerade in einem vergleichsweise kleinen Sport sollte gegenseitige Abstimmung selbstverständlich sein. Die Darstellung, wir würden bewusst eine Konkurrenzveranstaltung planen oder dem Sport schaden wollen, weisen wir jedoch klar zurück.
Für konstruktive Gespräche bleiben wir jederzeit offen.
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- CROSS FINALS 2026
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