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Cooper Webb spricht über seine Zukunft

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Lesedauer: 3 min

Cooper Webb hat seine Entscheidung getroffen: 2026 wird sein letzter Sommer im Pro Motocross. Danach konzentriert er sich voll auf Supercross – dort, wo er sich am stärksten fühlt und seine Karriere noch lange nicht vorbei sein soll.

Cooper Webb zieht eine klare Linie. Noch ein letzter Sommer im Staub, noch einmal Hitze, tiefe Spurrillen, harte zweite Läufe und volle Startgatter. Dann ist Schluss. 2026 wird Webb zum letzten Mal eine komplette Saison im Pro Motocross fahren. Ab 2027 will der 30-Jährige nur noch Supercross-Rennen bestreiten.

Von der Bildfläche verschwindet er damit aber nicht. Im Gegenteil: Webb hat bestätigt, dass er auch 2027 und 2028 Rennen fahren wird. Nur eben mit einem anderen Fokus. Weniger Outdoor-Marathon, weniger endlose Sommerbelastung, dafür mehr Stadion, mehr Flutlicht, mehr Supercross. Wohin es ihn genau zieht, verrät er noch nicht. Die Gerüchteküche läuft aber längst heiß. Immer wieder fällt der Name Team Tedder, dazu soll es Unterstützung von Husqvarna geben. Offiziell ist das bisher nicht bestätigt.

Bevor dieses neue Kapitel beginnt, wartet jedoch noch eine letzte Motocross-Saison mit Star Racing Yamaha. Und Webb klingt nicht so, als wolle er dort nur noch Abschiedsrunden drehen. Er will noch einmal angreifen. Noch einmal zeigen, dass seine 450er-Bilanz im Pro Motocross vielleicht nicht die ganze Geschichte erzählt. Es gab Podestplätze, es gab auch einen Sieg, aber diese konstante Stärke, die ihn im Supercross so gefährlich macht, zeigte er draußen nie über eine ganze Saison.

Unter dem Hallendach ist Webb ein anderer Fahrer. Einer, der spät im Rennen noch einmal näherkommt, Druck aufbaut und Gegner zu Fehlern zwingt. Im Freien war es anders. Schnell, ja. Stark, auch. Aber nicht ganz dieser Webb, den man aus dem Supercross kennt. Genau deshalb wirkt seine Entscheidung logisch. Webb sagte sinngemäß, es habe natürlich viele Gerüchte gegeben, doch eines könne er bestätigen: Er werde 2027 und 2028 weiter Rennen fahren. Viel mehr könne er noch nicht verraten, aber die Sache sei fix.

Der Schritt weg vom Pro Motocross hat für Webb nichts mit mangelnder Lust am Rennsport zu tun. Er will weiterfahren, er will gewinnen, er will konkurrenzfähig bleiben. Aber er will seine Energie gezielter einsetzen. Mit 30 Jahren weiß er sehr genau, was ein Motocross-Sommer kostet. Woche für Woche Training, Reisen, Hitze, zwei knallharte Läufe, Stürze, Regeneration – und dann wieder alles von vorn.

Im vergangenen Jahr bekam Webb die Härte dieser Serie besonders deutlich zu spüren. Bei einem Outdoor-Rennen verletzte er sich am Knie und musste operiert werden. Solche Rückschläge bleiben nicht nur im Sommer hängen. Sie können auch die Vorbereitung auf die Supercross-Saison beeinflussen, und genau das will Webb künftig vermeiden. Sein Körper fühle sich zwar noch gut an, erklärte er sinngemäß, doch Pro Motocross sei eine ganz eigene Belastung.

Auch emotional klingt Webb erstaunlich offen. Das Feuer für Motocross brennt nicht mehr so hell wie früher. Seine Pace draußen sei okay, aber eben nicht auf dem Niveau, das er im Supercross abrufen könne. Das wirkt nicht wie eine Ausrede, sondern wie eine ehrliche Bestandsaufnahme eines Fahrers, der genau weiß, wo seine Stärken liegen und wo er seine Karriere verlängern kann.

Ab 2027 soll der Sommer deshalb anders aussehen. Mehr Erholung, mehr Aufbau, mehr Fokus auf Supercross und SMX. Vielleicht auch auf weitere Supercross-Starts außerhalb der USA. Für die Fans bedeutet das: 2026 ist die letzte Chance, Cooper Webb noch einmal eine volle Pro-Motocross-Saison fahren zu sehen.

Und genau das macht diesen Abschied spannend. Kein leises Ausrollen, kein halbherziger Sommer. Webb weiß, dass es sein letzter Outdoor-Anlauf wird. Noch einmal Startgatter, noch einmal Staub, noch einmal alles. Danach geht das Licht im Stadion wieder an.

Kai Schulte-Lippern
Kai Schulte-Lippern
Fotocredits
  • Octopi Media
  • Octopi
  • Align Media
Textcredits
  • Kai Schulte-Lippern

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