Cooper Webb stellt seine Karriere neu auf. Nach seinem angekündigten Abschied aus der AMA Pro Motocross Championship steht nun fest: Er steigt mit Rick Ware Racing in die FIM WSX Serie ein.
Cooper Webb macht ernst. Der Amerikaner hat bereits klargemacht, dass 2026 sein letztes Jahr in der AMA Pro Motocross Championship sein soll. Der Kurs wirkt eindeutig: weniger Outdoor-Racing, mehr Supercross, dazu die SMX Playoffs und nun auch die internationale Bühne der World Supercross Championship.
Am Wochenende wurde der nächste Schritt offiziell. Webb schließt sich dem WSX-Team von Rick Ware Racing an und startet dort in der 450er-Klasse gemeinsam mit Justin Hill. Auf den 250ern setzt das Team auf Coty Schock und Devin Simonson, die beide bereits Erfahrung in der WSX gesammelt haben.
Der Zeitpunkt passt perfekt in Webbs vollen Rennkalender. Die World Supercross Championship beginnt am 8. August in Calgary, Kanada. Genau an diesem Wochenende pausiert die AMA Pro Motocross Championship, eine direkte Terminkollision gibt es also nicht. Webb kann in Kanada starten, anschließend die Motocross-Saison beenden, im September die SMX Playoffs samt SMX World Championship fahren und danach von Oktober bis Dezember den restlichen WSX-Kalender absolvieren.
Spannend bleibt, was dieser Schritt für 2027 bedeutet. In der Szene brodelt die Gerüchteküche längst. Webb wird immer wieder mit einem möglichen Wechsel zu Monster Energy Team Tedder in Verbindung gebracht, erneut an der Seite von Justin Hill. Eine Rückkehr zu seinem vertrauten Monster Energy Yamaha Star Racing Team wäre damit eher unwahrscheinlich.
Offen ist vor allem die Motorradfrage. Webb muss mindestens bis zum Ende der SMX-Saison Yamaha fahren. Team Tedder war zuletzt jedoch auf KTM unterwegs. Gleichzeitig könnte Husqvarna-Support frei werden. Rick Ware Racing ist dagegen nicht fest an einen Hersteller gebunden. Für Webb bedeutet das: mehr Spielraum und womöglich deutlich mehr Optionen für die nächste Phase seiner Karriere.
