Eli Tomac sah in Nashville lange wie der große Gewinner aus – bis im Finale alles schiefging. Statt wichtige Punkte mitzunehmen, kassierte er einen heftigen Rückschlag im Titelrennen.
Für Eli Tomac begann der Renntag in Nashville nahezu perfekt. Nach schwierigen Wochen wirkte der Yamaha-Star wieder locker, motiviert und voller Selbstvertrauen. Schon vor dem Rennen machte Tomac den Eindruck, als hätte er seinen Rhythmus zurückgefunden.
Auf der Strecke lief zunächst alles nach Plan. Schnellster in beiden Qualifyings, dazu der Sieg im Heat Race – Tomac zeigte sich so stark wie lange nicht mehr. Nach dem Vorlauf sagte er: „Ich würde sagen, ich bin wieder im Rhythmus und habe das heute gezeigt. Ich habe mich endlich wieder wie ich selbst gefühlt, so wie es sein sollte. Die letzten Wochen waren ziemlich hart für mich. Ich bin froh, dass ich aktuell das Red Plate auf meinem Motorrad habe. Ich werde alles tun, um es zu behalten. Mal sehen, wie das Main Event läuft.“
Im Finale folgte dann jedoch die komplette Kehrtwende. Tomac kam schlecht aus dem Startgatter, hing früh im Verkehr fest und fand nie richtig ins Rennen. Während andere Fahrer nach vorne kamen, blieb er stecken. Ein später Sturz machte den Abend endgültig kaputt. Am Ende stand nur Platz zwölf – sein bislang schwächstes Saisonergebnis.


Entsprechend enttäuscht war Tomac nach dem Rennen: „Was für ein Tag – eigentlich war der ganze Tag gut, außer dem Ergebnis im Main Event. Ich habe mich mit meinem Setup den ganzen Tag wohlgefühlt. Deshalb bin ich frustriert – nicht nur wegen der schlechten Gate-Wahl. Ich hätte den Innenplatz beim Start vermeiden sollen. Dazu kam noch der Sturz. Der schlechte Start hat mich sofort in eine schwierige Situation gebracht. Auf dieser rutschigen und engen Strecke war es dann extrem schwer, Plätze gutzumachen. Ich habe heute viele Punkte verloren, aber ich kann jetzt nur in den letzten Rennen mein Bestes geben und dann sehen, was passiert.“
Auch seine Reifenwahl wurde danach diskutiert. Tomac setzte auf den MX14 Scoop-Reifen, der eher für weichere Bedingungen bekannt ist. Nashville präsentierte sich jedoch hart, trocken und extrem slick. Ob das wirklich eine Rolle spielte, bleibt offen. Fakt ist nur: Der Speed aus Qualifying und Heat Race war im Finale plötzlich weg.
Damit wurde Nashville für Tomac richtig teuer. In der Monster Energy AMA Supercross Championship fiel er von der geteilten Führung auf Rang drei zurück. Der Rückstand auf Spitzenreiter Hunter Lawrence beträgt nun 15 Punkte. Bei nur noch vier verbleibenden Rennen ist klar: Jetzt muss Tomac liefern – und am besten sofort wieder gewinnen.
