Jeffrey Herlings holt sich die WM-Führung zurück – bleibt im Titelkampf aber vorsichtig.
Jeffrey Herlings hat sich beim Grand Prix der Tschechischen Republik die Führung in der MXGP-Weltmeisterschaft zurückgeholt. Der Honda-Werksfahrer lieferte in Loket ein perfektes Wochenende ab, gewann das Qualifikationsrennen sowie beide Wertungsläufe und verschaffte sich damit die bestmögliche Ausgangslage für den weiteren Titelkampf.
Den Umschwung in der Weltmeisterschaft führte allerdings nicht allein Herlings‘ starke Leistung herbei. Lucas Coenen musste den Grand Prix verletzungsbedingt auslassen, nachdem er sich beim Qualifikationsrennen in Foxhill bei einem unverschuldeten Sturz verletzt hatte. Erst die Kombination aus Coenens Ausfall und Herlings‘ makelloser Punkteausbeute sorgte dafür, dass der Honda-Pilot die WM-Führung zurückerobern konnte.
Vor seinem „Heimrennen“, wie er rumspaßt, in Lommel beträgt Herlings‘ Vorsprung nun 49 Punkte. Dennoch sieht der fünfmalige Weltmeister keinen Grund, sich in Sicherheit zu wiegen.
„Ich bin von etwa minus 68 Punkten auf plus 49 gekommen … das ist ziemlich verrückt, aber es bedeutet gar nichts. Ich habe es bei Lucas gesehen und auch bei mir selbst in der Vergangenheit – mehrmals hatte ich sogar Vorsprünge von 140 oder 150 Punkten, 2014 und 2015, und dann habe ich mich trotzdem verletzt. Man muss bis ganz zum Schluss konzentriert bleiben. Vorbei ist es erst, wenn es vorbei ist.“
Auch das Red Plate bedeutet „The Bullet“ nur wenig. Sein Fokus liegt ausschließlich auf dem Titel.
„Für mich zählt nur eine Sache, und das ist das goldene Plate am Ende der Saison. Ob es bis dahin weiß, schwarz oder rot ist, spielt keine Rolle. Es geht nur um das goldene. Dafür kämpfen wir weiter. Wir sind in einer sehr guten Position. Ich fühle mich richtig gut und bin körperlich fit.“
Mit dem Heim-Grand-Prix in Lommel vor der Tür reist Herlings zwar als WM-Spitzenreiter an, weiß aber aus eigener Erfahrung, wie schnell sich das Blatt im Motocross wenden kann. Sein Blick richtet sich deshalb weiterhin ausschließlich auf die goldene Startnummerntafel am Saisonende.
