Dilan Schwartz zog sich beim Qualifying in Houston schwere Verletzungen zu, blieb jedoch ohne neurologische Ausfälle. Eine Rückkehr im März ist nicht ausgeschlossen.
Nach seinem heftigen Sturz im Qualifying beim Supercross in Houston gibt es neue Informationen zum Gesundheitszustand von Dilan Schwartz. Der Yamaha-Pilot kam in der zweiten 250SX-Qualifying-Session der Gruppe A zu Fall. Die Einheit wurde daraufhin mit der roten Flagge unterbrochen, damit das medizinische Team von Alpinestars den Fahrer mit der Startnummer 42 versorgen konnte.
Zum Zeitpunkt des Sturzes lag Schwartz innerhalb der Top 18 und hätte sich damit direkt für alle drei Triple-Crown-Rennen der Abendveranstaltung qualifiziert. Durch seinen Ausfall wurde ein Startplatz frei, den Keegan Rowley übernahm. Der Fünfte des 250SX-LCQ rückte nach und feierte damit sein erstes Main Event überhaupt.
Das Toyota Redlands BarX Yamaha Team bestätigte später, dass sich Schwartz eine gebrochene Rippe sowie zwei gebrochene Wirbel zugezogen hat. Trotz der Schwere der Verletzungen verlor er zu keinem Zeitpunkt Gefühl oder Bewegungsfähigkeit. Eine Rückkehr könnte bereits beim 250SX East/West Showdown am 21. März erfolgen.
In der offiziellen Teammitteilung heißt es, dass Schwartz auch in Houston erneut seine starke Form unter Beweis gestellt habe. „Die beeindruckende Geschwindigkeit, die Schwartz die gesamte Saison über gezeigt hat, war auch in Houston erneut zu sehen. Der Teamleader gab im Qualifying den Ton an und führte ein 10-11-12-Ergebnis aller drei Fahrer an.“

Der Sturz ereignete sich, als er versuchte, seine Zeit weiter zu verbessern: „Leider stürzte Schwartz heftig, als er versuchte, seine Zeit zu verbessern, was eine rote Flagge zur Folge hatte und die Session stoppte.“ Nach der medizinischen Erstversorgung folgte die Diagnose: „Nachdem er medizinisch vom Alpinestars Mobile Medical Unit versorgt wurde, wurde bestätigt, dass Schwartz eine gebrochene Rippe und zwei gebrochene Wirbel erlitten hat, was ein herzzerreißendes Ende eines starken Saisonstarts bedeutete.“
Trotzdem blickt das Team vorsichtig optimistisch nach vorne: „Glücklicherweise verlor er zu keinem Zeitpunkt Gefühl oder Bewegung, und seine Prognose für eine Rückkehr ist angesichts der erschreckenden Art seiner Verletzungen positiv.“
Teammanager Bradley Taft ordnete die Situation ebenfalls ein und sprach von einem schweren Rückschlag: „Es ist ein riesiger Rückschlag für Dilan und das Team, unseren erfahrensten Fahrer sowie die Kameradschaft zu verlieren, die er mit seinen Teamkollegen in dieser Saison aufgebaut hat.“ Gleichzeitig betonte er die positiven Aspekte der Diagnose: „Die gute Nachricht ist, dass es angesichts der Schwere der Verletzungen das bestmögliche Szenario ist.“
Mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf erklärte Taft abschließend: „Er wird höchstwahrscheinlich nur die nächsten zwei Rennen verpassen [vor der Pause der West-Division] und könnte dann möglicherweise für den East/West Showdown im März in Birmingham zurückkehren.“
Weitere verletzte Fahrer, die Runde fünf der Monster Energy AMA Supercross Meisterschaft in Glendale verpassen werden:
450SX
- Justin Barcia – Gehirnerschütterung, zwei Rückenbrüche
- Benny Bloss – Handgelenkbruch
- Cade Clason – Schlüsselbeinbruch
- Austin Forkner – Handfraktur
- Logan Karnow – Schlüsselbein, Rippen, Schulterband
- Jett Lawrence – Sprunggelenk/Fußbruch
- Mitchell Oldenburg – Gehirnerschütterung, Armbrüche
- Jordon Smith – Schulterverletzung
250SX
- Julien Beaumer – Wirbelsäulenverletzung (L3)
- Anthony Bourdon – Band- und Handgelenksverletzungen
- Jack Chambers – Handgelenkbruch
- Ty Freehill – Handgelenkbruch und -luxation
- Chance Hymas – Schulterverletzung
- Jo Shimoda – Wirbelbrüche im oberen Rückenbereich
