Beim in Philadelphia, Pennsylvania, absolvierten fünfzehnten Aufeinandertreffen der Monster Energy AMA Supercross Championship 2026 sicherte sich Cole Davies vorzeitig den Titel in der 250SX-Ostküstenmeisterschaft.
Der 18-jährige Neuseeländer gewann unter extrem schwierigen Bedingungen im Lincoln Financial Field sein fünftes Rennen in der laufenden Saison und machte damit bereits vor dem Finale die Meisterschaft perfekt.
Chaos-Rennen unter schwierigsten Bedingungen
Der letzte Stopp der Saison an der Ostküste wurde von wechselhaftem Wetter geprägt. Nach trockenen Bedingungen am Nachmittag sorgten einsetzende Regenschauer am Abend für eine tief ausgefahrene und rutschige Strecke. Geduld, saubere Linienwahl und Fehlervermeidung wurden zu den entscheidenden Faktoren.

Im auf zwölf Minuten plus eine Runde verkürzten Hauptrennen sicherte sich Seth Hammaker vor heimischem Publikum den Holeshot. Cole Davies setzte sich direkt hinter den Kawasaki-Piloten. Kurz darauf stürzte Hammaker und fiel ans Ende des Feldes zurück. Davies übernahm nach einem kurzen Führungswechsel von Derek Kelley (Husqvarna) die Spitze, leistete sich jedoch selbst einen Ausrutscher. Trotz des Fahrfehlers konnte er die Spitzenposition behaupten.

Eine rote Flagge nach einem Sturz von Izaih Clark (Honda) stoppte das Rennen 7:22 Minuten vor Schluss und führte zu einem gestaffelten Neustart.
Davies behält die Nerven
Nach dem Restart kontrollierte Cole Davies das Rennen an der Spitze souverän. Während Daxton Bennick auf Rang zwei nach vorne fuhr und Seth Hammaker eine starke Aufholjagd zeigte, blieb Davies fehlerfrei und setzte sich kontinuierlich ab. Mit einem Vorsprung von fast dreizehn Sekunden gewann er vor Bennick und Hammaker.

Entscheidend für den vorzeitigen Titelgewinn war, dass Hammaker Bennick nicht mehr überholen konnte. Selbst ein später Angriff endete mit einem Sturz in der letzten Runde, wodurch Davies uneinholbar wurde.
Historischer Erfolg für Davies und Yamaha
Mit dem Titel ist Cole Davies nach Ben Townley erst der zweite Neuseeländer, der eine Supercross-Meisterschaft gewinnt. Gleichzeitig sicherte er Monster Energy Yamaha Star Racing nach Haiden Deegan in der West- auch den Titel in der Ostküste.

Davies’ Sieg in Philadelphia war zudem Yamahas vierzehnter. Erfolg in Viertelliterklasse in dieser Saison, was einen neuen Rekord für einen Hersteller in einer einzelnen Saison darstellt. Die bisherige Bestmarke hielten Honda (2023) und Kawasaki (2004) mit jeweils dreizehn Siegen.
„Ein Traum ist wahr geworden“
Entsprechend emotional zeigte sich Davies nach seinem ersten Profi-Titel: „Diese Meisterschaft bedeutet mir und meiner Familie alles. Wir haben alles geopfert, um hierherzukommen und in den USA Rennen zu fahren. Ich kann ihnen gar nicht genug danken. Die ganze harte Arbeit, die Höhen und Tiefen – es hat sich alles gelohnt. Die Strecke war tückisch, aber wir haben es geschafft. Ein Traum ist wahr geworden.“
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