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Niques MX-Saison 2014

Tagespodium in Schweighausen

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Lesedauer: 2 min


Zur sechsten und vorletzten Runde der Deutschen MX2 Meisterschaft ging es am vergangenen Wochenende für das Monster Energy Kawasaki Elf Team Pfeil und mich ins rheinland-pfälzische Schweighausen.

Bedingt durch Regenfälle im Vorfeld der Veranstaltung präsentierte sich die recht schmale Hartbodenstrecke „Am Pfingstberg“ des MSC Alemannorum am Sonntagmorgen in einem noch sehr schlammigen Zustand. Dies und die Tatsache, dass kein Waschplatz vorhanden und das Waschen der Bikes generell untersagt war – was meiner Meinung nach ein absolutes No-Go für ein DM-Rennen ist – veranlassten mich auf das Freie Training zu verzichten.

Zwar war der Rundkurs später im Zeittraining schon deutlich trockener, trotzdem brauchte ich einige Zeit um meinen Rhythmus zu finden. Letztendlich gelang es mir aber noch in meiner letzten Runde die drittbeste Rundenzeit des 28-köpfigen Fahrerfelds zu setzen.

Im ersten Wertungslauf nicht ganz optimal gestartet sortierte ich mich nach den ersten Kurven zunächst um Rang sieben in die Fahrermeute ein, brauchte aber anschließend viel zu lange, um nach vorn zu fahren. So war der Abstand zum führenden Angus Heidecke schon auf mehr als 16 Sekunden angewachsen, als ich gegen Ende des ersten Renndrittels endlich Rang zwei erreichte. Diesen Rückstand konnte ich zwar im weiteren Verlauf bis auf sechs Sekunden verkürzen, doch bekam ich kurz vor Schluss Probleme mit meiner Hinterradbremse, die mich nicht nur wertvolle Zeit sondern auch eine Position kosteten. Am Ende musste ich mich mit Platz drei zufrieden geben.

Nach einem deutlich besseren Start im zweiten Durchgang konnte ich noch in der Startrunde von Position fünf auf Zwei vorfahren und lieferte mir anschließend ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Heidecke um den Laufsieg. Eine beherzte Attacke zur Halbzeit brachte mir zunächst auch die Führung ein, doch der Konter folgte nur zwei Kurven später. Danach blieb ich bis zur vorletzten Runde am Hinterrad von Heidecke, bevor ich noch einmal einen gewagten Angriff startete. Aber um ehrlich zu sein, kam dieser wohl etwas zu halbherzig, sodass wir beide anschließend kurz im Dreck lagen, wobei Heidecke noch nicht mal vom Bike musste. So blieb es beim zweiten Rang. Dabei betrug mein Vorsprung auf den Dritten trotz Sturz immer noch ganze 45 Sekunden, was deutlich zeigt, dass Heidecke und ich in diesem Lauf einen anderen Ton vorgegeben hatten.

Letzteres lag auch ein bisschen daran, dass meine Pfeil-Kawasaki wie immer richtig super lief und f?r die doch kleine aber kaputte Strecke einfach perfekt abgestimmt war. Daf?r ein ganz gro?es Dankesch?n an das gesamte Team! Zwar wird es mit 20 Punkten R?ckstand zu Tabellenrang zwei und 25 Z?hlern Abstand zum F?hrenden extrem schwierig beim Meisterschaftsfinale Mitte August in Ueckerm?nde noch wesentlich Boden nach vorn gut zu machen, doch werde ich dort erneut mein Bestes geben.

Aber vorher geht es für mich am kommenden Wochenende (19./20. Juli) erst einmal auf dem großen Bike und im tiefen Sand von Schleswig-Holstein weiter. In Tensfeld steht der vierte Lauf zur diesjährigen ADAC MX Masters-Serie an.

Bis dahin, euer Nique #64

Jens Pohl
Jens Pohl
Online-Redakteur
Fotocredits
    Textcredits
    • Dominique Thury