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Interview Dennis Schröter

Schröter-Comeback im MX?

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Lesedauer: 3 min

Mit dem Start der DM MX2 vor einigen Wochen in Lugau ist auch ein alter Bekannter ins deutsche Motocross zurückgekehrt, der vor wenigen Jahren noch regelmäßig an der deutschen Spitze um Titel kämpfte und nun in der Enduro-DM seine Heimat gefunden hat. Die Rede ist von Dennis Schröter, der nach drei Jahren MX-Abstinenz nun sein „Comeback“ gab. In Kamp-Lintfort haben wir uns mit Dennis zu einem kurzen Plausch zusammengesetzt.


Hallo Dennis, warum wieder Motocross?

Das ist eigentlich nur zu Trainingszwecken gedacht, denn wir haben beim Enduro von März bis August eine ewig lange Pause. Ich sollte zwar erst German Cross Country fahren, aber dazu habe ich ehrlich gesagt keine Lust. Das Gute bei Zupin ist, dass ich dort immer ein offenes Ohr habe, wenn ich sage, dass ich Motocross fahren will und für Enduro ist das auch nicht schlecht.

Warum hast du auf GCC keine Lust?

Die Rennen der GCC gehen mir einfach zu lange! Man verliert hinten raus zu sehr das Tempo und wird zu langsam. Beim Motocross musst du dich 30 Minuten wirklich konzentrieren und es ist das bessere Training für mich.


Fährst du die komplette MX2-DM?


Warum hast du auf GCC keine Lust?

Ja schon, vielleicht das letzte Rennen nicht, weil mein Kumpel da heiratet. Das mache ich aber auch abhängig davon, wie es weiterläuft. Ich hab zwar kein Ziel, aber du weißt ja, wie das ist, wenn man Rennen fährt. Dann ist man natürlich auch motiviert und gibt sein Bestes. So wie es bisher in Lugau und Kamp-Lintfort lief, ist es ok gewesen und ich bin zufrieden. Es gibt ein paar kleine Dinge die noch nicht so stimmen, aber ich merke auch, dass sich Motocross seit meinem letzten Rennen vor drei Jahren deutlich weiterentwickelt hat.

Dennis sticht mit seiner roten Husqvarna im MX2-Starterfeld hervor.
Dennis sticht mit seiner roten Husqvarna im MX2-Starterfeld hervor.
Dennis´ Ex-Teamchef Hendrik Nolting motiviert ihn immer noch.
Dennis´ Ex-Teamchef Hendrik Nolting motiviert ihn immer noch.


Hast du speziell für MX trainiert?

So gut wie gar nicht! Ich wollte den ganzen Winter zu Hause bleiben und richtig Enduro trainieren, aber daraus ist aufgrund des Wetters überhaupt nichts geworden. Auch im Ausland war ich nicht und so bin ich vorm ersten Enduro-DM-Lauf zweimal in einer Kiesgrube gefahren. Das war alles. Für Motocross habe ich mich gar nicht vorbereitet – nur einmal fünf Runden im Training und das ging so. Ich bin dann spontan nach Hänchen zu dem offenen Lauf gefahren und habe eine komplette Ohrfeige bekommen, aber so etwas von! Das war für mich auch nicht so wichtig, es ging nur darum, mal 30 Minuten zu fahren. In Lugau lief es schon besser, zwar noch mit harten Armen, aber schon besser. Heute hier in Kamp-Lintfort war es noch besser und vor allem ohne harte Arme.


Wann bist du das letzte Mal ein MX2-DM-Rennen gefahren?

Da muss ich echt überlegen, ich glaube das war in Dolle 2009 oder 2010, als Dennis Ullrich gewonnen hat. Da bin ich zweimal Zweiter geworden.


Wie sieht deine weitere MX-Saisonplanung aus?

Ich mache erst einmal weiter mit der MX2-DM, wo im Juni ja gleich drei Rennen sind. Zwischendurch trainiere ich gar nicht Motocross, sondern nur Enduro, weil ich da noch schneller werden will. Und im August geht es weiter mit der Enduro-DM.


Was denkst du über die aktuelle Entwicklung der deutschen Motocross-Szene und darüber, dass in der MX2-DM nur noch Deutsche für die Meisterschaft gewertet werden?

Ich finde es immer toll, wenn der Vergleich mit internationalen Fahrern da ist und man einfach merkt, wo man steht, vor allem als junger Fahrer. Ich weiß nicht ob die deutschen Fahrer dadurch verwöhnt werden!? Ich bin ein Gegner von dieser Regelung und ich mag es ausländische Fahrer dabei zu haben und zu sehen, was noch geht. Man kann sich als junger Fahrer auch an ausländischen Fahrer hoch pushen, es muss nicht unbedingt ein Deutscher sein. Von mir aus können da noch mehr mitfahren.


Vielen Dank für deine Zeit und vor allem jede Menge Spaß für die nächsten Rennen!

Beim Training legt Dennis samt Freundin selbst Hand am Bike an.
Beim Training legt Dennis samt Freundin selbst Hand am Bike an.
Dennis gab in Kamp-Lintfort alles.
Dennis gab in Kamp-Lintfort alles.
Jens Pohl
Jens Pohl
Online-Redakteur
Fotocredits
    Textcredits
    • Martin Anderson