Nachdem die ersten drei Aufeinandertreffen der Monster Energy AMA Supercross Championship 2026 für Cooper Webb eher durchwachsen verliefen, konnte der amtierende 450SX-Champion bei der am vergangenen Wochenende in Houston, Texas, als Triple-Crown-Event ausgetragenen vierten Meisterschaftsrunde nicht nur seine erste Podiumsplatzierung, sondern seinen ersten Sieg der Saison 2026 einfahren.
Bei der Veranstaltung im NRG Stadium überzeugte der aus Newport, North Carolina, stammende und für das Team Monster Energy Yamaha Star Racing fahrende 30-Jährige nicht mit einem Laufsieg, aber mit Konstanz: Das 4-2-3-Ergebnis aus den drei Hauptrennen reichten für den Tagessieg und brachten Webb den 31. Sieg seiner Karriere bei den „Big Boys“ sowie seinen sechsten Triple-Crown-Triumph ein.
Während die drei Sprintrennen vom Thüringer Ken Roczen (Suzuki), dem Australier Hunter Lawrence (Honda) und dem Meisterschaftsführenden Eli Tomac (KTM) gewonnen wurden, blieb Cooper Webb in allen Läufen in Schlagdistanz zur Spitze. Nach Rang vier im ersten Rennen kämpfte sich der Mann mit der Startnummer #1 im zweiten Lauf auf Platz zwei nach vorne. Im entscheidenden dritten Rennen musste Webb zunächst einen Fehler verkraften, der ihn kurzzeitig zurückwarf, jedoch zeigte er erneut mentale Stärke, arbeitete sich nach vorne und sicherte sich mit Rang drei den Gesamtsieg.

Der Erfolg kommt für Webb zu einem wichtigen Zeitpunkt: Nach einem schwierigen Saisonstart verschaffte ihm der Triumph in Houston neuen Rückenwind im Titelkampf. In der Meisterschaft verbesserte er sich auf Rang fünf und meldete sich damit zurück im Kreis der Titelanwärter.
„Das ist ein unglaubliches Gefühl. Ich kann es gar nicht in Worte fassen“, gab Cooper Webb nach den Rennen zu Protokoll. „Ehrlich gesagt ist es schon seltsam, kein Rennen zu gewinnen, aber ich nehme im Moment alles, was ich kriegen kann. Es war mental, körperlich und emotional ein wirklich harter Monat. Selbst gestern war ein schwieriger Tag.“
„Einfach hierher zu kommen und das zu schaffen, bedeutet mir sehr viel“, ergänzte Webb. „Letzte Woche dachte ich noch, dass es das Aus für meine Titelverteidigung sein könnte, aber es ist typisch für Cooper Webb, eine Woche später zurückzukommen, sich in eine gute Position zu bringen und zu gewinnen. Ich bin stolz auf mich. Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Wir müssen besser werden, aber das ist wie ein frischer Wind und ein Schub für das Selbstvertrauen. Es ist einfach schön, wieder an der Spitze zu stehen.“
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