Bei dem in Detroit, Michigan, absolvierten elften Aufeinandertreffen der Monster Energy AMA Supercross Championship hat Ken Roczen ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Auf der anspruchsvollen Strecke im Ford Field sicherte sich der Progressive Insurance Cycle Gear Ecstar Suzuki-Pilot mit einer kontrollierten und abgeklärten Leistung den insgesamt 25. Sieg in der Klasse 450SX seiner Karriere.
Die technisch extrem schwierige Strecke – insbesondere die anspruchsvolle Whoops-Sektion – verlangte dem Teilnehmerfeld alles ab. Der 31-jährige Thüringer ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und bewies einmal mehr seine Erfahrung und Rennintelligenz.

Mit der zweitbesten Rundenzeit im Zeittraining der „Bog Boys“ sowie Platz zwei im zweiten Vorlauf sicherte sich Ken Roczen einmal mehr eine starke Ausgangsposition für das Hauptrennen.
Frühe Attacke legt Grundstein
Nach dem Start reihte sich Ken Roczen zunächst hinter dem führenden den Spanier Jorge Prado (KTM) ein und setzte diesen bereits früh unter Druck. Bereits nach wenigen Minuten übernahm der der Mann mit der Startnummer #94 die Spitze und kontrollierte fortan das Rennen.
Während es hinter ihm zu Zwischenfälle kam und sich Positionskämpfe entwickelten, konnte sich Roczen kontinuierlich absetzen. Selbst als seine Verfolger zwischenzeitlich aufschlossen, behielt er die Ruhe und fand konstant schnelle Linien auf der schwierigen Strecke.
Kontrolle bis ins Ziel
Im weiteren Rennverlauf ließ Roczen nichts mehr anbrennen. Er baute seinen Vorsprung erneut aus und neutralisierte alle Angriffe der Konkurrenz. Nach zwanzig Minuten plus eine Runde überquerte er schließlich mit einem komfortablen Abstand von 7,7 Sekunden zur Konkurrenz als Sieger die Ziellinie.

Mit diesem souveränen Sieg unterstrich Roczen nicht nur seine aktuelle Form, sondern brachte sich auch wieder in eine aussichtsreiche Position im Kampf um die Meisterschaft.
Roczen meldet sich im Titelrennen zurück
Durch den Erfolg in Detroit konnte Roczen wichtigen Boden in der Meisterschaft gutmachen und den Rückstand zu Platz zwei in der Punktetabelle auf aktuell zehn Zähler verkürzen. Sechs Rennen vor Saisonende ist er damit wieder ein ernstzunehmender Faktor im Titelkampf.
„Ich bin so glücklich“
Nach dem Rennen zeigte sich Roczen emotional und reflektiert: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll, aber genau das habe ich gemeint, dass die Leute meine Siegchancen unterschätzen. Das war ein hartes Hauptrennen. Am Anfang war ich definitiv nicht der Schnellste. Ich habe ein bisschen mit der Strecke gespielt. Ich wusste, dass sie auf mich aufholten, also habe ich meinen Rhythmus leicht geändert. Es war hart, denn ich habe die Welt mit meiner Geschwindigkeit nicht unbedingt in Brand gesetzt, aber die Strecke war so anspruchsvoll. Bei den Whoops hatte man eine 50:50-Chance, dass man durchkommt oder auf dem Rücken landet. Ich bin so glücklich, ihr habt ja keine Ahnung. Wir haben einige Punkte aufgeholt, aber es liegen noch viele Rennen vor uns.“
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Ein Kommentar auf “Ken Roczen verkürzt mit einem Sieg in Detroit den Rückstand in der Gesamtwertung”
Starke Leistung ! Respekt! Er hat Biss und gibt nichts auf die Kritiker in der Vergangenheit! Da hat er was vom Vater! Weiter dran bleiben!
Grüße aus Thüringen von Schachti