Lucas Coenen wird am kommenden Wochenende bei dem in Arnhem ausgetragenen MXGP of the Netherlands in die MXGP-Weltmeisterschaft zurückkehren. Das bestätigte sein Team Red Bull KTM Factory Racing in der vergangenen Nacht offiziell in einem kurzen Instagram-Post. Für den Belgier ist es der erste Renneinsatz seit dem Grand Prix in Loket und damit das Comeback nach mehreren Wochen verletzungsbedingter Pause.
Lucas Coenen hatte sich im Rahmen des MXGP of Great Britain in Foxhill bei einem Sturz in der ersten Runde des Qualifikationsrennens der „Big Boys“ eine Verletzung des Ischiasnerv am linken Bein zugezogen. Zwar versuchte der KTM-Werksfahrer am folgenden Tag noch einmal anzutreten, musste beide Wertungsläufe jedoch vorzeitig beenden. Auch ein weiterer Comeback-Versuch beim Großen Preis der Tschechischen Republik in Loket blieb erfolglos. Anschließend verzichtete Coenen auf seinen Heim-Grand-Prix in Lommel sowie auf den MXGP of Sweden in Uddevalla.
Titelträume ausgeträumt
Die Zwangspause kam zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Noch wenige Wochen zuvor hatte Coenen die MXGP-Gesamtwertung angeführt und zwischenzeitlich 68 Punkte Vorsprung auf Jeffrey Herlings (Honda). Nach vier punktlosen Grand Prix ist der Belgier inzwischen auf Rang vier der Meisterschaft zurückgefallen und weist einen Rückstand von 169 Punkten auf Spitzenreiter Herlings auf. Der Traum von seinem ersten MXGP-Weltmeistertitel sind damit endgültig ausgeträumt.

Für die verbleibenden Saisonrennen geht es für Coenen nun vor allem darum, wieder seinen Rhythmus und sein Selbstvertrauen zu finden. Nach der langen Rennpause dürfte dabei insbesondere die Rückkehr in den Wettkampfmodus im Mittelpunkt stehen.
Mit Arnhem wartet auf den 19-Jährigen gleich zum Comeback eine anspruchsvolle Aufgabe. Nach den zuletzt schwierigen Wochen wird Coenen daher zunächst versuchen, ohne unnötige Risiken wieder in seine frühere Form zurückzufinden. Für den Rest der Saison bleibt ihm neben der Rückkehr in die Top 3 vor allem die Chance, weitere Podiumsresultate zu sammeln.
