Lucas Coenen wird auch bei dem am kommenden Wochenende in Uddevalla anstehenden MXGP of Sweden nicht an den Start gehen.
Der 19-jährige Belgier vom Team Red Bull KTM Factory Racing setzt den 15. von 19 Läufen der FIM-Motocross-Weltmeisterschaft 2026 aus, um sich weiter von seiner Verletzung am linken Bein zu erholen.
Lucas Coenen hatte sich Mitte Juli im Rahmen des MXGP of Great Britain eine Schädigung des Ischiasnervs zugezogen und deshalb bereits die Grands Prix in Tschechien und Belgien teilweise bzw. komplett verpasst. Zwar machte der ehemalige WM-Führende und fünffache Grand-Prix-Sieger der laufenden Saison während seiner Reha Fortschritte, für eine Rückkehr ins Renngeschehen kommt der Schwede-GP jedoch noch zu früh.

„Das ist natürlich sehr schade für mich und für das Team. Es war schon schwer genug, meinen Heim-GP zu verpassen, und ich hatte gehofft, dass ich durch die zusätzlichen Tage bis Schweden wieder fit werden würde, aber uns ist die Zeit ausgegangen“, erklärt Coenen. „Ich habe immer noch Schmerzen, und ein weiterer Sturz könnte uns wieder auf den Anfang zurückwerfen oder noch Schlimmeres verursachen. Ich spüre, dass ich mich der vollen Fitness nähere, aber noch bin ich nicht so weit.“
Comeback weiter offen
Gemeinsam mit dem Team und seinem Physiotherapeuten entschied Coenen, die Rückkehr nicht zu überstürzen. Eine zu frühe Belastung könnte ihn in der Genesung zurückwerfen oder weitere Komplikationen verursachen. Die intensive Behandlung soll daher fortgesetzt werden. Anschließend wird von Tag zu Tag beurteilt, wann Coenen wieder seine KTM 450 SX-F in der MXGP-Klasse pilotieren kann.

„Das ist hart für Lucas und seine Familie, aber bei dieser Verletzung darf man nichts überstürzen“, betont Teammanager Davide De Carli. „Man muss so nah wie möglich an 100 % sein, um in der MXGP etwas zu erreichen, und er ist für Schweden einfach noch nicht bereit. Wir können nur weiterbehandeln und geduldig bleiben.“
Während Lucas Coenen seine Genesung fortsetzt, richtet sich der Fokus des Red Bull KTM Factory Racing Teams in Uddevalla unter anderem auf seinen Bruder Sacha, der in der MX2-Klasse antritt. „Wir hoffen einfach, dass beide Brüder bald wieder gemeinsam fahren können“, so De Carli.
