Für Cullin Park endete das in Birmingham, Alabama absolvierte zehnte Aufeinandertreffen der Monster Energy AMA Supercross Championship 2026, mit einer schweren Verletzung. Im 250SX Ost/West Showdown stürzte der Pilot des Teams Phoenix Racing Honda nach einer harten Landung in der Whoops-Sektion und zog sich dabei eine schwerwiegende Schulterverletzung zu.
Nach eingehenden Untersuchungen steht fest: Der aus Clermont, Florida, stammende 24-Jährige wird den Rest der 250SX-Ostküstenmeisterschaft verpassen. Am 25. März unterzieht er sich einer Operation, bei der Bänderschäden sowie sogenannte Ankerfrakturen in der rechten Schulter behandelt werden.
Park: „Ich wusste sofort, dass etwas nicht stimmt“
Cullin Park schilderte die Situation aus seiner Sicht und machte deutlich, wie gravierend die Verletzung ist: „Von dem Moment an, als wir am Samstagabend versuchten, meine Schulter wieder einzurenken, wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Die Schmerzen und die eingeschränkte Beweglichkeit machten deutlich, dass ich das genauer untersuchen lassen musste. Wären es nur Risse im Labrum und in den Bändern, würde ich es durchstehen und in Detroit an den Start gehen, denn ich habe immer noch den Ehrgeiz, mich und das Team in dieser Serie in eine bessere Position zu bringen. Die Fraktur in meiner Schulter hindert mich jedoch daran, meinen Arm im Moment überhaupt bewegen zu können.“
Fokus auf Comeback m AMA Pro Motocross Saison
Trotz des Rückschlags richtet Park den Blick bereits nach vorn. Die Operation erfolgt in Nashville, mit dem klaren Ziel, zur kommenden Outdoor-Saison wieder einsatzbereit zu sein: „Ich bin auf dem Weg nach Nashville, um das ordentlich behandeln zu lassen und hoffentlich rechtzeitig für die Pro Motocross-Saison zurück zu sein. Ich möchte dem gesamten Phoenix Racing Honda-Team, meiner Familie, Kalie McCraken und allen in meinem Umfeld dafür danken, dass sie mir in dieser Situation den Rücken stärken. Es ist eine schwierige Situation, aber es könnte immer schlimmer sein. Ich weiß, wie sehr ich mich in diesem Jahr verbessert habe, und ich habe mein Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Das ist die Motivation, die ich brauche, um das durchzustehen und gestärkt zurückzukommen.“

Team muss Ausfall kompensieren
Für Phoenix Racing Honda ist der Ausfall ein herber Rückschlag im Titelkampf der 250SX-Ostküstenmeisterschaft, in der inklusive Detroit, Michigan, am kommenden Wochenende noch sechs Rennen ausstehen. Teammanager Gary Schlentz betont jedoch den Kampfgeist seines Fahrers: „Cullin, der ein Eckpfeiler dieses Teams ist, so früh in der Saison zu verlieren, ist ein schwerer Schlag. Allerdings haben wir im Laufe der Jahre aus erster Hand gesehen, wie widerstandsfähig und entschlossen er ist. Ich habe keinen Zweifel daran, dass er alles tun wird, um wieder voll fit und rennbereit zurückzukommen. Hoffentlich sehen wir ihn zu Beginn der Pro Motocross-Saison zurück, spätestens aber kurz danach.“
Blick nach vorn: Ferry und Towers im Fokus
Während Park pausieren muss, richtet das Team den Fokus auf die verbleibenden Fahrer. Evan Ferry und Gavin Towers sollen die Entwicklung weiter vorantreiben, wobei Towers bereits beim nächsten Rennen in Detroit wieder ins Geschehen eingreifen wird. Der Ausfall Parks reißt zwar eine Lücke, gleichzeitig bietet sich für die Teamkollegen die Chance, Verantwortung zu übernehmen und sich im weiteren Saisonverlauf zu beweisen.
