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Prado vs. Lawrence: Aufblühende Rivalität?

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Lesedauer: 2 min

Hunter Lawrence kritisiert Jorge Prado nach dem Rennen in Indianapolis – der Spanier kontert mit Humor auf Instagram. Zwischen den beiden ehemaligen MX2-Rivalen entsteht damit möglicherweise eine neue Rivalität im AMA Supercross.

Beim Monster Energy AMA Supercross in Indianapolis sorgte nicht nur das Rennen selbst für Gesprächsstoff. Auch danach wurde über eine Szene diskutiert, in der Jorge Prado und Hunter Lawrence auf der Strecke aufeinandertrafen.

Prado, der erst vor Kurzem in die Serie zurückgekehrt ist, zeigte erneut seine bekannte Startstärke und mischte früh im vorderen Feld mit. Hunter Lawrence, der aktuell mitten im Titelkampf mit Eli Tomac steckt, war jedoch wenig begeistert davon, wie sich die Situation entwickelte.

Der Australier hatte den Eindruck, dass Prado seinem KTM-Teamkollegen Tomac das Überholen deutlich leichter machte als ihm selbst. In der Pressekonferenz schilderte Lawrence seine Sicht der Dinge:

„Er ist für Eli zur Seite gefahren und hat dann versucht, mich dort etwas einzubremsen. Kein richtiger Brake-Check, aber er hat mich ausgebremst. Wenn er nur zurückkommt, um im Weg zu stehen, dann werde ich ihm ein bisschen „Body-English“ geben. Vielleicht kommt Jett zurück und macht das Gleiche.“

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Prado reagierte kurz darauf auf Instagram – allerdings mit einer gehörigen Portion Humor. Der Spanier schrieb:

„Hahaha, warte ab, bis ich das absichtlich mache. Dann werde ich ein bisschen ‚Body Spanish‘ benutzen, haha.“

Die kleine Stichelei bekommt zusätzliche Brisanz, wenn man bedenkt, dass sich Prado und Lawrence bereits aus ihrer Zeit in der MX2-Weltmeisterschaft kennen. Schon damals standen sich beide als junge Talente regelmäßig auf der Strecke gegenüber.

Auch im „Title 24 Podcast“ wurde die Szene anschließend analysiert. Die Supercross-Legenden Ryan Villopoto und Ricky Carmichael diskutierten darüber, wie die Situation einzuordnen ist.

Villopoto sah die Szene eher kritisch und meinte:

„In der aktuellen Situation ist es wahrscheinlich nicht der klügste Schritt von Jorge, sich in diesen Titelkampf einzumischen.“

Carmichael betrachtete die Situation dagegen deutlich gelassener und erklärte:

„Wenn ich Jorge Prado wäre und Eli Tomac mein Teamkollege ist, würde ich natürlich versuchen zu helfen. Nicht übertrieben, aber ich würde seinen Konkurrenten schon hart racen.“

Am Ende waren sich beide zumindest in einem Punkt einig: Die Szene bewegte sich noch im Rahmen des normalen Rennsports.

Carmichael fasste es so zusammen:

„Ich glaube nicht, dass das wirklich schlimm war. Das war sauberes Racing. Hunter hat ihm beim Vorbeifahren etwas Body-English gegeben, weil er sauer war – aber im Grunde ging es einfach um die Position.“

Sollten sich die beiden Fahrer auch in Zukunft häufiger auf der Strecke begegnen, könnte sich daraus eine spannende Rivalität entwickeln. Beide gelten als starke Starter mit sauberer Technik – und gerade in den kommenden Outdoor-Rennen könnten ihre Duelle noch für einiges an Unterhaltung sorgen.

Kai Schulte-Lippern
Kai Schulte-Lippern
Fotocredits
  • Feld Motor Sports
Textcredits
  • Kai Schulte-Lippern

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