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Jeffrey Herlings über den MXGP in Almonte

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Lesedauer: 2 min

Jeffrey Herlings sieht die MXGP im Umbruch, bleibt aber voll im Angriffsmodus und will wieder mehr in Schlagdistanz kommen.

Die junge Generation dreht auf – aber Jeffrey Herlings denkt gar nicht daran, Platz zu machen. Nach Runde zwei der MXGP spricht der Niederländer offen über den steigenden Druck, seine Motivation und die Punkte, an denen er noch arbeiten will.

Dass sich aktuell etwas verschiebt, sieht auch Herlings ganz klar: „Ich denke, es wird eine spannende Saison. Die jungen Fahrer kommen nach oben – Leute wie Lucas oder Kay. Ich, Tim [Gajser] und Romain [Febvre] gehören inzwischen eher zu den Älteren. Aber ich gebe weiter Gas, bin super motiviert und immer noch hungrig. Ich lasse mich nicht gern schlagen – deshalb will ich beim nächsten Mal wieder näher dran sein.“

Besonders Lucas Coenen hat am Wochenende Eindruck hinterlassen. Für Herlings war die Sache eindeutig: „Respekt an ihn. Er war heute richtig stark und sehr schnell. Er war an diesem Wochenende der Beste von uns allen. In Argentinien war ich vorne, jetzt vielleicht wieder jemand anderes in der Schweiz – wir schauen einfach von Rennen zu Rennen.“

Gleichzeitig richtet Herlings den Blick auch auf die eigenen Hausaufgaben – vor allem im Sand sieht er noch Verbesserungspotenzial: „Ich denke, vor allem im Sand können wir uns noch steigern. Schon von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass sich das Bike dort noch verbessern lässt. Es ist eher für harte Strecken ausgelegt – so hat es sich für mich angefühlt. Zum Glück finden etwa 15 Rennen auf hartem Boden statt. Trotzdem mussten wir von Anfang an nach Lösungen suchen.“

Mit dem aktuellen Stand ist er trotzdem nicht unzufrieden: „Unser Setup ist gut – wirklich gut. Aber auch Lucas hat ein starkes Setup. Ich weiß ziemlich genau, was sie fahren, weil ich das fast 17 Jahre selbst gefahren bin. Deshalb weiß ich auch, woran wir arbeiten müssen. Aber solche Dinge brauchen Zeit – und davon hatten wir nicht viel.“

Am Ende relativiert Herlings sogar die Materialfrage: „Selbst wenn ich heute auf einer KTM gesessen hätte, wäre wahrscheinlich das gleiche Ergebnis rausgekommen. Das hätte nichts verändert.“

Unterm Strich zeigt sich: Die MXGP-Klasse wird 2026 spannend, jünger und unberechenbarer. Doch Jeffrey Herlings bleibt ein entscheidender Faktor – und ist noch lange nicht bereit, sich geschlagen zu geben.

Kai Schulte-Lippern
Kai Schulte-Lippern
Fotocredits
  • Cross Magazin
Textcredits
  • Kai Schulte-Lippern

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