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Jeremy Seewer: Aus bei Ducati

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Lesedauer: 2 min

Paukenschlag vor Teutschenthal: Jeremy Seewer und Ducati gehen ab sofort getrennte Wege. Aus einem historischen Podiumsmärchen wurde binnen weniger Monate ein abruptes Ende – und jetzt wartet die Szene auf Seewers nächsten Zug.

Kurz vor dem Deutschland-GP hat die MXGP-Saison ihren nächsten großen Aufreger. Jeremy Seewer gehört nicht mehr zum Red Bull Factory MXGP Team. Ducati machte die Trennung am Morgen öffentlich – sofort wirksam, ohne Übergangsphase, ohne letztes gemeinsames Rennwochenende.

Noch 2025 sah alles nach einer Erfolgsgeschichte aus. Seewer brachte Ducati beim Heimrennen in Frauenfeld erstmals in der MXGP-WM auf das Podium. Platz drei in der Schweiz, Gänsehautmoment für Fahrer, Team und Marke. Wenig später legte er in Ernée nach und bewies: Der erste Erfolg war kein Zufall.

Doch 2026 kippte die Stimmung. Der Schweizer fand auf der Ducati nicht mehr den Rhythmus, die Ergebnisse blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Mehr als ein 15. Gesamtrang sprang bisher nicht heraus – erneut in Frauenfeld, erneut vor heimischem Publikum, diesmal aber ohne Happy End.

Für Ducati geht es nun ohne Seewer weiter. Beim Grand Prix von Deutschland in Teutschenthal sollen Andrea Bonacorsi und Calvin Vlaanderen die Werksfarben vertreten. Damit ist klar: Seewer startet dort nicht mehr auf der Ducati.

Ob er am Wochenende komplett zuschaut oder überraschend mit einem anderen Motorrad auftaucht, ist noch nicht bestätigt. Der Zeitpunkt macht einen Sofortwechsel kompliziert. Gleichzeitig ist der MXGP-Zirkus bekannt für schnelle Lösungen hinter verschlossenen Türen.

Stand jetzt wirkt eine Rennpause am wahrscheinlichsten. Für Seewer dürfte es nun vor allem darum gehen, den nächsten Schritt sauber vorzubereiten. Denn ein Fahrer seines Kalibers verschwindet nicht einfach aus dem Fahrerlager – auch dann nicht, wenn ein Projekt plötzlich endet.

Kai Schulte-Lippern
Kai Schulte-Lippern
Fotocredits
  • Ducati
Textcredits
  • Kai Schulte-Lippern

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