Kay de Wolf liefert ab: Trotz Crash und Schmerzen erstmals aufs MXGP-Podium. Der Niederländer fährt stark auf Platz drei.
Kay de Wolf hat in der MXGP-Klasse ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Der Niederländer holte sich sein erstes Podium in der Königsklasse und zeigte vor allem im zweiten Lauf, was in ihm steckt. Früher Sturz, Schmerzen an beiden Daumen – und am Ende trotzdem Platz drei.
Der zweite Lauf begann allerdings alles andere als perfekt. Direkt nach dem Start kam es zu einer Berührung mit Pauls Jonass, beide gingen zu Boden und de Wolf fand sich plötzlich am Ende des Feldes wieder. Danach blieb nur eins: angreifen.
„Es war ein verrücktes Rennen. Nach dem Sturz war ich Letzter und bin noch Dritter geworden. Ich musste vom ersten Umlauf an voll pushen. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“
Und genau das machte er. Runde für Runde arbeitete sich de Wolf durchs Feld, setzte ein Überholmanöver nach dem anderen und kam in der Schlussphase sogar noch an Romain Febvre vorbei.
„Ich habe gesehen, dass Romain noch deutlich vor mir war. Also musste ich noch einmal alles geben. Als ich dran war, habe ich kurz durchgeatmet und bin direkt vorbeigegangen. Danach wollte ich sofort eine Lücke aufbauen.“


Besonders stark: Der Niederländer fuhr das Ganze nicht einmal fit. Schon länger kämpft er mit einer Daumenverletzung, im Training verletzte er sich zusätzlich auch noch an der anderen Hand.
„Eigentlich wurde es besser, aber letzte Woche habe ich mir auch den anderen Daumen verletzt. Im Moment habe ich auf beiden Seiten Probleme.“
Heißt: Vollgas trotz Schmerzen. Umso beeindruckender wirkt dieses Ergebnis. De Wolf machte nach dem Rennen aber auch klar, wie hoch das Niveau in MXGP aktuell ist.
Vor allem Lucas Coenen und Jeffrey Herlings sah er an diesem Wochenende noch einmal einen Schritt voraus.
„Die beiden waren auf einem anderen Level. Da kam ich diesmal nicht ran.“
Trotzdem dürfte dieses Wochenende ein klares Signal gewesen sein. Kay de Wolf ist in der MXGP angekommen – und wenn Starts und Fitness passen, werden weitere Podiumsplätze kaum lange auf sich warten lassen.
