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PM WZ Racing - MXGP of Flanders-Belgium

Die Konditionsschlacht von Lommel

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Lesedauer: 3 min

Die Sandwüste von Lommel neigt dazu die Fahrer an ihre Grenzen zu bringen, doch bei strahlendem Sonnenschein und entsprechenden Temperaturen ist die Herausforderung an Körper, Kondition und Material noch einmal eine ganz andere.

Nach vier Monaten verletzungsbedingtem Ausfall musste Oriol Oliver sich entscheiden, ob er bei den heftigen Bedingungen sein Comeback nicht doch lieber noch verschieben sollte. Der Spanier wollte es jedoch auf einen Versuch ankommen lassen und wurde im Zeittraining mit Rang neun belohnt. „Im Rennen kam ich gut aus dem Gatter und überholte von Rang 15 aus einige Fahrer. So wurde ich Zehnter beim Comeback, womit ich sehr zufrieden war“, fasste Oriol zusammen.

PM WZ Racing - MXGP of Flanders-Belgium
Oriol Oliver

Gerade erst wieder genesen, wurde der zweite Lauf für Oliver jedoch zu einem regelrechten Kampf: „Ich stürzte bereits in der zweiten Kurve und glaubte ein Knacken gehört zu haben, was mir nicht mehr aus dem Kopf ging – dennoch startete ich meine Aufholjagd und fuhr zwischenzeitlich auf 18 vor. Die Schmerzen wurden allerdings immer stärker, so dass ich etwas zurückstecken musste und das Rennen für mich ohne Punkte ausging.“

PM WZ Racing - MXGP of Flanders-Belgium
Rasmus Pedersen

Wie ein roter Faden zieht sich 2022 die Verletzungsmisere bei den WZ-Racern durch, denn weniger glücklich als sein Teamkollege kam Rasmus Pedersen davon, der nun mit einer Knieverletzung pausieren muss.

Als Dritter im Bunde der EMX250 lieferte Cato Nickel eine außergewöhnliche Performance ab: „Ich war auf Rang fünf im Freien Training und hatte ein gutes Gefühl auf der Strecke, aber im Zeittraining konnte ich keine perfekte Runde fahren. Im ersten Lauf lief es besser: mit dem 20. Platz nach dem Start ging ich ins Rennen und konnte mich auf 14 vor kämpfen.“

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Cato Nickel

Mit etwas Pech begann das zweite Moto, denn Cato musste in der ersten Kurve „anstehen“ bis ein gestürzter Pilot die Bahn für die WZ-KTM frei machte. Da war der Wurm drin, der großgewachsene Youngster crashte noch zwei mal. Trotzdem biss er sich bis auf Position 19 vor: „Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit meinen ersten EMX-Punkten auf einer sehr anspruchsvollen Strecke, aber es gibt noch viele Dinge ich besser machen kann.“

Als Ersatzmann hatte Marcel Stauffers Karriere beim verletzungsgeplagten Team angefangen, doch der Österreicher hat sich längst dort etabliert. Nicht zuletzt wegen seiner guten Ergebnisse in der MX2-Weltmeisterschaft. Zwar musste Marcel den zweiten Lauf frühzeitig beenden, punktete jedoch im ersten Moto ordentlich: „Nachdem ich am Samstag kleine Probleme hatte konnte ich am Sonntag nach mittelmäßigen Start auf Position 14 vorfahren. Im zweiten Lauf erwischte ich keinen guten Start, konnte aber zu Beginn des Rennens gute Linien finden und gleich einige Leute überholen. Leider kollidierte ich in der Luft mit einem anderen Fahrer und ging hart zu Boden.“

PM WZ Racing - MXGP of Flanders-Belgium
Marcel Stauffer

Auch Teamchef Waldemar Zichanowisch zeigte sich nach der Hitzeschlacht zufrieden mit seinen Jungs: „Ich bin happy, dass Oriol von seiner Verletzung zurückgekehrt ist, und freue mich, dass auch Mike ab dem nächsten Rennen wieder am Start sein wird. Im Grund war ich mit der Leistung aller Fahrer zufrieden, vor allem Oriol zeigte trotz der langen Auszeit eine tolle Performance. Cato glänzte förmlich und auch bei Marcel lief es im ersten Moto gut. Was Verletzungen angeht ist diese Saison bei uns irgendwie der Wurm drin. Wodurch diese Häufung zustande kommt, kann ich leider auch nicht sagen. Ändern können wir es auf jeden Fall nicht. Wir kämpfen trotzdem weiter und geben alles, auch wenn wir aufgrund der Ausfälle nicht ganz so glänzen wie in den Jahren zuvor.“

Alle Ergebnisse des MXGP of Flanders-Belgium im Detail ››

Jens Pohl
Jens Pohl
Online-Redakteur
Fotocredits
  • Ralph Marzahn
Textcredits
  • Andrea Schon

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