Ty Masterpool fällt lange aus: Nach mehreren Operationen droht dem US-Piloten eine monatelange Pause. Neben einer Schulterverletzung ließ er sich auch beide Sprunggelenke operieren.
Ty Masterpool hat sich erstmals ausführlich zu seiner Verletzung geäußert. In einem rund dreieinhalb Minuten langen Video auf Instagram erklärt der US-Amerikaner, warum seine Saison im Monster Energy AMA Supercross vorzeitig beendet ist – und weshalb ihm gleich mehrere Operationen bevorstehen.
Die Probleme begannen bereits vor dem Auftakt der 250ccm-Ostküstenmeisterschaft in Arlington. Bei Testfahrten mit seinem Team sprang Masterpool plötzlich die Schulter aus dem Gelenk – ohne Sturz, einfach während einer Fahrt auf der Strecke.
„Was geht, Leute? Wie ihr sehen könnt, sitze ich im Rollstuhl und muss drei ziemlich große Operationen über mich ergehen lassen – und das, obwohl ich nicht einmal gestürzt bin. Ich war hier auf der Anlage und habe mit dem Team getestet. Meine Schulter wurde nach vorne gezogen und ist rausgesprungen – das erste Mal, dass mir die Schulter rausgesprungen ist. Ziemlich verrückt, dass sie so einfach rausging.“
Teammanager Bobby Fisher konnte die Schulter zwar schnell wieder einrenken, doch das Gelenk blieb instabil. Deshalb entschieden Masterpool und sein Team, das Heimrennen in Arlington auszulassen und stattdessen auf Daytona hinzuarbeiten. Eine MRT-Untersuchung brachte schließlich Klarheit.
„Der Arzt sagte mir, dass ich einen ziemlich großen Riss im Labrum habe und noch weitere Schäden vorliegen. Wenn ich das nicht operieren lasse, wird die Schulter immer wieder rausspringen und noch mehr Schaden verursachen. Sie gehen davon aus, dass die Ausfallzeit etwa drei bis sechs Monate beträgt.“
Während der Texaner nun ohnehin mehrere Monate pausieren muss, nutzt er die Zeit auch, um ein weiteres Problem anzugehen, das ihn schon sein ganzes Leben begleitet: Schmerzen in beiden Sprunggelenken.
„Ich hatte eigentlich mein ganzes Leben lang schlechte Knöchel. Ich wurde einfach damit geboren. Wenn ich als Kind in einen Trampolinpark gegangen bin, konnte ich am nächsten Tag kaum laufen, so sehr haben sie wehgetan.“
Trotz der Schmerzen fuhr Masterpool jahrelang weiter Rennen – auch im Supercross.
„Eigentlich habe ich jedes Mal, wenn ich Supercross fahre, ziemlich starke Schmerzen. Aber ich habe gelernt, das auszublenden, weiterzumachen und mich davon nicht aufhalten zu lassen.“
Da ihn die Schulterverletzung ohnehin länger außer Gefecht setzt, entschied sich Masterpool, beide Sprunggelenke gleichzeitig operieren zu lassen. Die Schulter-OP soll in den kommenden Wochen folgen. Damit droht dem 24-Jährigen nicht nur das vorzeitige Ende der Supercross-Saison, sondern möglicherweise auch eine längere Pause in der AMA Pro Motocross Championship.
Besonders bitter ist die Situation für Masterpool, der 2026 als Privatfahrer unterwegs ist und viel eigenes Geld in seine Saison investiert hat.
„Es ist eine ziemlich harte Pille, drei große Operationen zu bekommen, ohne überhaupt gestürzt zu sein. Ich war dieses Jahr Privatfahrer und habe mein eigenes Geld investiert. Viele Sponsoren haben mir geholfen – und ich konnte mich nicht einmal wirklich zeigen.“
Trotz der Enttäuschung versucht Masterpool, positiv zu bleiben und weiter an seiner Fitness zu arbeiten.
„Ich glaube wirklich, dass Gott alles zum Guten führt – auch wenn ich im Moment noch nicht sehen kann, was daran gut sein soll. Alles, was ich jetzt tun kann, ist jeden Tag das Beste daraus zu machen.“
Der Yamaha-Pilot kündigte an, seine Fans weiterhin über den Heilungsprozess zu informieren.
„Danke für all die Unterstützung. Ich halte euch auf dem Laufenden, wann ich zurück bin.“
