Mit einem neuen Fahreraufgebot geht das Honda HRC PETRONAS in die am kommenden Wochenende im argentinischen Bariloche startende FIM Motocross-Weltmeisterschaft 2026.
Der neue Grand-Prix-Austragungsort in Patagonien bildet in der Premiumklasse MXGP die Kulisse für das Debüt von Tom Vialle und Jeffrey Herlings als Teamkollegen von Ruben Fernandez. In der MX2 startet erneut Valerio Lata für die Mannschaft.
Neue Gesichter im Werksteam
Während Ruben Fernandez bereits im vergangenen Jahr auf dem Prototypen der Honda CRF450RW unterwegs war und damit über die meiste Erfahrung im Team verfügt, beginnt für Tom Vialle und Jeffrey Herlings ein neues Kapitel in der WM.

Der 23-jährige Franzose Vialle kehrte nach seinen Jahren in den USA zurück in die Motocross-WM und hat sich nach eigenen Angaben schnell an sein neues Umfeld gewöhnt.
„Ich bin schon einige gute Rennen in Argentinien gefahren und finde, dass es ein schöner Ort für die erste Runde ist. Durch die Reise und den kompletten Tapetenwechsel gegenüber Europa hat man wirklich das Gefühl, wieder in der Weltmeisterschaft zu sein“, sagt Vialle. „Bei diesem ersten Rennen ist es immer schwer vorherzusagen, wie man abschneiden wird, aber ich hatte eine gute Vorsaison mit einigen soliden Rennen.“

Noch mehr Aufmerksamkeit dürfte jedoch Herlings auf sich ziehen. Der fünffache Weltmeister fährt 2026 erstmals in seiner Karriere für Honda. Trotz begrenzter Vorbereitungszeit konnte der 31-jährige Niederländer am vergangenen Wochenende bereits das Lierop International gewinnen.
„Es war gut, am vergangenen Wochenende in Lierop den Sieg zu holen, um mein Selbstvertrauen ein wenig zu stärken und ein paar weitere Gate-Drops zu sammeln“, erklärt Herlings. „Die Vorsaison war definitiv anders als sonst, und ich habe die Herausforderung genossen, aber jetzt muss ich rausgehen, meine Leistung bringen und einen guten ersten GP für Honda HRC PETRONAS fahren.“
Fernandez mit positiven Vorzeichen
Ruben Fernandez reist mit Rückenwind nach Südamerika. Der27-jährige Spanier gewann zuletzt ein Rennen der spanischen Meisterschaft und fühlt sich in Argentinien nicht zuletzt wegen der Atmosphäre traditionell wohl.

„Ich freue mich immer darauf, nach Argentinien zu fahren, auch wenn ich dort gute und schlechte Erinnerungen habe“, sagt Fernandez. „Ich sage immer, es ist wie ein zweites Zuhause, mit all den spanischsprachigen Fans dort und einer ähnlichen Atmosphäre wie in Spanien.“
Der Spanier hatte 2023 in Argentinien seinen ersten Grand-Prix-Sieg gefeiert.
Lata mit mehr Erfahrung in der MX2
In der Viertelliterklasse MX2 startet Valerio Lata in seine zweite Saison in der Weltmeisterschaft. Nach seiner Rookie-Saison 2025 will der 20 Jahre junge Italiener nun konstanter vorne mitfahren.

„Ich fühle mich dieses Jahr viel zuversichtlicher als letztes Jahr, wenn ich nach Argentinien fahre“, sagt Lata. „Ich weiß viel besser, was mich erwartet und habe jetzt einfach viel mehr Erfahrung mit Rennen auf diesem Niveau.“
Das Team blickt optimistisch auf den Saisonstart
Auch Marcus Pereira de Freitas sieht dem Saisonbeginn mit Spannung entgegen.
„Es war sicherlich ein arbeitsreicher Winter für alle bei Honda HRC PETRONAS, aber es war auch extrem spannend“, erklärt der HRC-Generalmanager für MXGP. „Alle vier Fahrer sind fit und gesund, und wir sind überzeugt, dass sie sich der Herausforderung stellen und zeigen werden, was sie können.“
Trotz aller Erwartungen ist dem Team bewusst, dass die lange 19-Runden-Saison gerade erst beginnt. Ein guter Start in Argentinien wäre jedoch ein wichtiger erster Schritt für die Ziele im WM-Jahr 2026.
