Mit der am kommenden Wochenende als „Großer Preis von Argentinien“ anstehenden Auftaktrunde der FIM Motocross-Weltmeisterschaft 2026 beginnt für die Monster Energy Yamaha Factory Teams ein neues Kapitel.
Nach einer über 12.000 Kilometer langen Reise von Europa nach Patagonien schlägt der Tross der Teams und Fahrer erstmals in San Carlos de Bariloche, Argentinien, auf einer komplett neuen Strecke im Kalender, die für das gesamte Fahrerfeld Neuland ist, auf.
Starkes Duo in der MXGP
Das Monster Energy Yamaha Factory MXGP-Team reiste mit einem hochkarätigen Fahrerduo nach Argentinien. Gemeinsam bringen Tim Gajser und Maxime Renaux eine beeindruckende Erfolgsbilanz mit :156 Podestplätze, 116 Laufsiege, 61 Grand-Prix-Siege und sechs Weltmeistertitel.
Fünffach-Weltmeister Gajser reist mit viel Selbstvertrauen an, nachdem er seine Saisonvorbereitung mit einem Sieg gegen mehrere Topkonkurrenten abgeschlossen hat. Zudem verfügt der Slowene mit drei Grand-Prix-Siegen, sieben Podestplätzen und fünf Laufsiegen über eine starke Bilanz in Argentinien.

„Ich freue mich sehr auf den Saisonstart. Es war eine lange und arbeitsreiche Pause, daher bin ich gespannt darauf, endlich wieder Rennen zu fahren“, sagt Gajser. „Ich weiß nicht genau, was mich auf der Strecke erwartet, aber nach dem, was ich in den sozialen Medien gesehen habe, sieht sie gut aus: schnell, mit großen Sprüngen.“ Trotz seiner Ambitionen bleibt der 29-Jährige realistisch: „Mein Ziel für den ersten GP ist es, so viel wie möglich zu lernen. Natürlich möchte ich gut abschneiden, aber ich muss realistisch bleiben. Alle starten hungrig in das Jahr, und ich bin mit einem neuen Team und einem neuen Motorrad dabei, daher gibt es einige Unbekannte.“
Teamkollege Renaux reist ebenfalls mit guten Erinnerungen nach Südamerika. Der Franzose gewann im vergangenen Jahr den Saisonauftakt in Argentinien und sicherte sich dort erstmals das Red Plate in der Klasse MXGP.

„Ich fühle mich vor dem ersten Rennen der Saison 2026 ziemlich gut. Ich hatte einen starken Winter und einige gute Rennen in der Vorsaison, daher gehe ich mit Zuversicht an den Start“, erklärt Renaux. „Mein Ziel ist es, mit einem soliden Ergebnis in die Saison zu starten und den bestmöglichen Start hinzulegen.“ Der ehemalige MX2-Weltmeister blickt zudem gern auf seinen Erfolg im Vorjahr zurück: „Ich habe sehr gute Erinnerungen an das letzte Jahr in Argentinien, als ich den ersten GP gewonnen und meine erste rote MXGP-Plakette geholt habe.“
Reisulis-Brüder sorgen für frischen Wind in der MX2
In der MX2-Klasse setzt Yamaha auf eine besondere Konstellation: Mit Karlis und Janis Reisulis gehen zwei Brüder aus Lettland gemeinsam für das Werksteam an den Start.
Karlis Reisulis bringt bereits ein Jahr MX2-Erfahrung mit. In seiner Rookie-Saison sammelte er konstant Punkte und überzeugte unter anderem mit Rang acht beim Argentinien-GP. Beim Saisonfinale in Darwin belegte er Platz sieben der Gesamtwertung.

„Nach dem langen Winter fühle ich mich gut und bin bereit für den Saisonstart“, sagt der 19-Jährige. „Ich weiß noch nicht, wie die Strecke aussieht, aber ich bin gespannt darauf, sie zu sehen und loszulegen.“ Statt eines konkreten Resultats stellt Reisulis die Entwicklung in den Vordergrund: „Dieses Mal habe ich mir kein konkretes Ziel gesetzt, sondern konzentriere mich einfach darauf, mein Bestes zu geben und den Wettbewerb zu genießen.“
MX2-Debüt für EMX250-Champion Janis Reisulis
Besonders gespannt blickt das Team auf das MX2-Debüt von Janis Reisulis. Der 17-Jährige steigt als amtierender EMX250-Champion in die Weltmeisterschaft auf und konnte bereits in der Vorbereitung mit hoher Geschwindigkeit und mehreren Rennsiegen überzeugen.

„Ich fühle mich sehr gut und bin voller Zuversicht für dieses Jahr“, erklärt der Youngster. „Die Vorbereitung im Winter verlief sehr gut. Ich habe an jedem Training teilgenommen und bin, was am wichtigsten ist, verletzungsfrei geblieben.“ Sein Fokus liegt zunächst auf der Anpassung an die neue Klasse: „Mein Ziel ist es, diese Klasse wirklich zu verstehen und meine Starts zu perfektionieren, damit ich ganz vorne mitkämpfen kann.“ Der Auftakt in Argentinien ist für ihn zudem eine Premiere: „Ich bin zum ersten Mal in Argentinien. Ich freue mich sehr darauf, während der Weltmeisterschaft die Welt zu erkunden und glaube, dass es keine bessere Kombination in meinem Leben als diese gibt.“
Unbekannte Strecke sorgt für zusätzliche Spannung
Die neue Strecke in San Carlos de Bariloche stellt für alle Teams eine Unbekannte dar. Gerade zum Saisonstart könnte das zusätzliche Spannung in den Titelkampf bringen. Für Yamaha beginnt damit der erste echte Härtetest einer langen WM-Saison mit insgesamt neunzehn Grands Prix.
