Nur einen Monat vor dem am 7./8. März im argentinischen Bariloche anstehenden Auftakt der FIM Motocross-Weltmeisterschaft 2026 startet das Kawasaki Racing Team in die neue Saison.
Beim internationalen Vorbereitungsrennen im südfranzösischen Pernes-les-Fontaines wird das Werksteam am kommenden Sonntag erstmals in der neuen 2026er-Lackierung antreten. Romain Febvre, Pauls Jonass und Mathis Valin bilden dabei das schlagkräftige Aufgebot für die MXGP- und MX2-Klassen.
Nach einer äußerst erfolgreichen Saison 2025, die von zahlreichen Podestplätzen, GP-Siegen und dem MXGP-Weltmeistertitel gekrönt wurde, nutzten Kawasaki Europe und das Werk in Japan den Winter intensiv zur Weiterentwicklung der KX-SR-Werksmaschinen. Das Ziel dabei ist klar: die Titelverteidigung und die Fortsetzung der sportlichen Dominanz in der Motocross-Weltmeisterschaft.
Intensive Vorbereitung auf Sardinien
Nach umfangreichen Tests im Oktober folgte zunächst eine kurze Regenerationsphase, bevor sich die drei Fahrer im Januar erneut dem Team anschlossen. Das Trainings- und Testprogramm führte die Mannschaft nach Sardinien, wo unter optimalen Bedingungen die Basis für die neue Saison gelegt wurde.
Neben den internen Tests setzt Kawasaki bewusst auf internationale Vorbereitungsrennen, um Material und Fahrer unter realen Rennbedingungen weiter zu optimieren. Nach dem Auftakt in Pernes-les-Fontaines folgt eine weitere Standortbestimmung im traditionsreichen britischen Hawkstone Park.
Starke Besetzung in der MXGP und der MX2
In der Königsklasse MXGP werden der 34-jährige Franzose Romain Febvre und der der fünf Jahre jüngere Lette Pauls Jonass an den Start gehen. Hierbei wird Febvre als amtierender Weltmeister mit der prestigeträchtigen Startnummer 1 auf seiner Kawasaki KX-SR 450 antreten. Jonass bestreitet bereits sein zweites Jahr im Kawasaki-Werksteam.

In der Viertelliterklasse MX2 startet Mathis Valin, der nach einer soliden Rookie-Saison 2025 nun den nächsten sportlichen Schritt gehen will. Mit dem Ziel, regelmäßig um Podestplätze und Siege zu kämpfen, will sich der 19 Jahre junge Franzose in der Nachwuchsklasse weiter etablieren.
Stimmen der Fahrer
Romain Febvre: „Ich hatte einen guten Winter auf Sardinien, wo wir gute Bedingungen zum Trainieren und Testen hatten. Das Motorrad basiert auf meiner Titelmaschine, aber natürlich werden wir noch einige Anpassungen vornehmen und die ersten Rennen nutzen, um unsere Vorbereitungen abzuschließen. Ich kann es kaum erwarten, wieder Rennen zu fahren und zu sehen, wo wir im Vergleich zu unseren Konkurrenten in den Vorbereitungsrennen stehen. Ich bin dieses Jahr entspannter, da ich in der letzten Saison den Titel geholt habe, aber meine Motivation ist unverändert, denn mein Ziel ist es immer, in der Spitzengruppe mitzufahren.“

Pauls Jonass: „Die Saisonpause verlief wirklich gut; wir haben nach dem MX des Nations und letzten Monat in Sardinien einige gute Tests mit dem Motorrad durchgeführt. Ich fühle mich auf dem Motorrad sehr sicher, aber es ist noch ein Monat bis zum ersten Grand Prix, also haben wir noch Zeit, weiter daran zu arbeiten. Es ist mein zweites Jahr bei Kawasaki, und es ist immer gut, etwas Erfahrung mit dem Team und dem Motorrad zu haben. Das erste Jahr ist immer eine Lernphase, aber jetzt werden wir uns noch besser aufeinander eingespielt sein.“

Mathis Valin: „Mein Winterprogramm war ähnlich wie im letzten Jahr: Im Dezember war ich in Red Sand, dann habe ich in Frankreich mit Thierry Van Den Bosch trainiert und im Januar sind wir mit dem Team nach Sardinien gezogen. Ich hatte einen guten Winter und habe das Gefühl, dass ich mich in vielen Bereichen verbessert habe. Ich habe ein gutes Gefühl auf dem Motorrad und mein Ziel ist es, in jedem Rennen konstant zu sein.
Wenn ich so schnell fahren kann wie im Training, denke ich, dass ich sehr gute Ergebnisse erzielen kann, und ich habe ein Ziel: jede Woche ganz vorne mitzufahren. Wir haben auch hart an den Starts gearbeitet, und jetzt denke ich, dass wir die richtige Einstellung haben, um Holeshots zu erzielen. Wir haben ein paar Rennen in der Vorsaison, daher wird es gut sein zu sehen, wo wir im Rennen stehen, und dann haben wir noch einen Monat Zeit bis zum ersten GP.“
Management: Kontinuität und Weiterentwicklung als Erfolgsfaktor
Auch auf Managementebene zeigt sich Kawasaki hochzufrieden mit der aktuellen Entwicklung.
Steve Guttridge (KME Race Planning Manager): „Als Weltmeister in die MXGP-Saison 2026 zu starten und die Nummer 1 zu tragen, ist für Kawasaki ein Traum, der wahr geworden ist. Das Kawasaki Racing Team und unsere Fahrer Romain und Pauls in der MXGP-Klasse sowie Mathis, der kein Rookie mehr ist, in der MX2 werden weiterhin als starkes Team zusammenarbeiten! Alle haben härter denn je gearbeitet, sowohl unsere Werkstechniker in Japan als auch unsere geschätzten technischen Partner. Ihre KX-SR-Rennmaschinen haben sich in den Wintertests auf das nächste Level verbessert. Wir sind bereit und freuen uns auf den Start der Saison 2026.“

Antti Pyrhonen (Team Manager): „Wir freuen uns auf eine weitere Saison. Die Fahrer und Teammitglieder sind hochmotiviert und wir sind bereit für den Rennstart. Nach dem Erfolg im letzten Jahr haben wir die Arbeit fortgesetzt und die Entwicklung weiter vorangetrieben. Die Fahrer sind sehr zufrieden mit den Fortschritten und dem Fahrgefühl unserer Werksmaschinen KX-SR. Das gesamte Team, die Fahrer und die Mitarbeiter sind unverändert geblieben, sodass wir wissen, was wir voneinander erwarten können. Die Saison wird lang und anspruchsvoll, aber wir wissen, was wir zu tun haben.“
Ausblick auf die Saison 2026
Mit einer eingespielten Teamstruktur, weiterentwickelter Technik und hochmotivierten Fahrern startet das Kawasaki Racing Team in eine lange WM-Saison mit insgesamt 20 Aufeinandertreffen auf fünf Kontinenten. Die Ausgangslage ist klar: Kawasaki geht als Titelverteidiger an den Start und zählt erneut zu den Topfavoriten in beiden Klassen.
